Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect of extremely low frequency electromagnetic fields (ELF-EMF) on Kaposi's sarcoma-associated herpes virus in BCBL-1 cells. med./bio.

[Wirkung extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder (ELF-EMF) auf den mit dem Kaposi-Sarkom assoziierten Herpesvirus bei BCBL-1 Zellen].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2006; 27 (3): 226-232

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob eine Exposition bei extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern in der Lage ist, in vitro die Latenzzeit und Replikation von KSHV (Kaposi-Sarkom-assoziiertes Herpesvirus) und/oder das KSHV-infizierte Zellwachstum zu beeinflussen.

Hintergrund/weitere Details

In vitro-Studien deuten darauf hin, dass KSHV-Gene onkogene Eigenschaften haben, aber möglicherweise Ko-Faktoren für die Entwicklung und Progression des Kaposi-Sarkoms gebraucht werden.
Um den KSHV-lytischen Zyklus zu induzieren, wurden exponentiell wachsende Zellen mit 20 ng/ml TPA behandelt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24, 48 oder 72 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 24, 48 oder 72 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer The sample holder consisted of two concentric containers with the inter-space filled with temperature controlled water at 37°C. The cells were placed in a 25 cc Corning flask with 4.8 x 5.2 cm base sides.
Zusatzinfo The magnetic flux was perpendicular to the sample. The field was homogeneous to within ±2.5% of the value at the center of the cylindrical exposure volume (11 x 17 cm).
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Effektivwert gemessen - -

Referenzartikel

  • Lisi A et al. (2000): Three dimensional (3D) analysis of the morphological changes induced by 50 Hz magnetic field exposure on human lymphoblastoid cells (Raji).

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Eine Exposition bei extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern beeinträchtigte nicht das Wachstum und die Lebensfähigkeit von BCBL-1-Zellen, weder mit noch ohne TPA-Stimulation.
Die gesamte Menge an KSHV-DNA, die in den befeldeten Kulturen (nicht stimuliert mit TPA) nachgewiesen wurde, unterschied sich nicht von den Kontrollen. Allerdings war der Gesamt-KSHV-DNA-Gehalt bei TPA-Stimulation in den elektromagnetischen Feld-exponierten Zellkulturen nach 72 Stunden (nicht früher) höher als in den Kontroll-Zellkulturen. Das heißt, extrem niederfrequente elektromagnetische Feld-Exposition wirkt zusammen mit TPA bei der Stimulation der KSHV-DNA-Synthese.
Der virale DNA-Anstieg war signifikant korreliert mit einer erhöhten durchschnittlichen Fluoreszenz/Zelle für das lytische Antigen gp K8.1A/B, aber nicht mit dem Prozentsatz gp K8.1A/B-positiver Zellen oder mit Zellen, die Virionen enthielten. Die viralen Vermehrungsprodukte, die unter elektromagnetischer Feld-Exposition erzeugt wurden, bestanden hauptsächlich aus defekten viralen Partikeln.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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