Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Exposure to 60 Hz magnetic fields and proliferation of human astrocytoma cells in vitro. med./bio.

[Exposition bei 60 Hz-Magnetfeldern und Proliferation menschlicher Astrozytom-Zellen in vitro].

Veröffentlicht in: Toxicol Appl Pharmacol 2000; 162 (3): 166-176

Ziel der Studie (lt. Autor)

Diese Studie wurde durchgeführt, um die Wirkungen eines sinusförmigen 60 Hz-Magnetfeldes auf die Zellproliferation bei menschlichen Astrozytom-Zellen und kortikalen Astrozyten der Ratte in vitro zu untersuchen.

Hintergrund/weitere Details

Zusätzlich sollte die Rolle der Temperatur, von chemischen Agonisten (Carbachol, Tetradecanoylphorbolacetat induzieren DNA-Synthese) und dem Proteinkinase C-Inhibitor (GF 109203X) untersucht werden.
Die Experimente wurden in dreifacher Ausfertigung durchgeführt und mindestens dreimal wiederholt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: 3 - 72 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 3 - 72 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau double wrapped square four-coil Merritt system; 0.233 m-square bifiliar coils with 78, 33, 33, 78 turns; cell cultures placed inside the coils; MF perpendicular to plane of cell culture plates
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,03 mT Effektivwert gemessen - -
magnetische Flussdichte 0,12 mT Maximum gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Das Magnetfeld verursachte einen Zeit- und Dosis-abhängigen Anstieg in der Proliferation von menschlichen Astrozytom-Zellen. Außerdem steigerte es die Wirkung von Carbachol und Tetradecanoylphorbolacetat. Allerdings zeigte das Magnetfeld keine Wirkung auf die DNA-Synthese bei normalen kortikalen Astrozyten der Ratte.
Ein Temperaturanstieg von 0,7 °C wurde im Magnetfeld (bei 1,2 Gauss)-exponierten und im schein-exponierten Medium beobachtet. Dennoch war die 3H-Thymidin-Inkorporierung unter Magnetfeld-Exposition höher als die unter Schein-Exposition.
Der Proteinkinase C-Inhibitor und die künstliche Runterregulierung der Proteinkinase C hemmten die Wirkung des Magnetfeldes bei der 3H-Thymidin-Inkorporierung.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Magnetfeld die Proliferation bei menschlichen Astrozytom-Zellen steigern und die proliferationsfördernde Wirkung von Carbachol und Tetradecanoylphorbolacetat potenzieren kann. Hierbei ist wahrscheinlich die Proteinkinase C involviert.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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