Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Case-control study on the use of mobile and cordless phones and the risk for malignant melanoma in the head and neck region. epidem.

[Fall-Kontroll-Studie zur Nutzung von Mobil- und Schnurlos-Telefonen und das Risiko für maligne Melanome im Kopf- und Nacken-Bereich].

Veröffentlicht in: Pathophysiology 2011; 18 (4): 325-333

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Fall-Kontroll-Studie in Schweden durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen und dem Risiko für maligne Melanome im Kopf- und Nacken-Bereich zu untersuchen.

Weitere Details

Die Lokalisation der malignen Melanome im Kopf- und Nacken-Bereich wurde weiter unterteilt in den Schläfen-Bereich einschließlich Wange und Ohr sowie sonstige Bereiche.
Studienteilnehmer mit einer Exposition bei Mobiltelefonen oder Schnurlostelefonen von einem Jahr oder weniger vor der Diagnose wurden als nicht exponiert klassifiziert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 nicht exponiert
Gruppe 2 Gesamtnutzung von Mobiltelefonen: ≤ 128 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 3 Gesamtnutzung von Mobiltelefonen: ≤ 128 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 4 Gesamtnutzung von Mobiltelefonen: ≤ 128 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 5 Gesamtnutzung von Mobiltelefonen: ≤ 128 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit (Gruppen 2+3+4)
Gruppe 6 Gesamtnutzung von Mobiltelefonen: > 128 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 7 Gesamtnutzung von Mobiltelefonen: > 128 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 8 Gesamtnutzung von Mobiltelefonen: > 128 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 9 Gesamtnutzung von Mobiltelefonen: > 128 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 10 Gesamtnutzung von Schnurlostelefonen: ≤ 128 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 11 Gesamtnutzung von Schnurlostelefonen: ≤ 128 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 12 Gesamtnutzung von Schnurlostelefonen: ≤ 128 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 13 Gesamtnutzung von Schnurlostelefonen: ≤ 128 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 14 Gesamtnutzung von Schnurlostelefonen: > 128 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 15 Gesamtnutzung von Schnurlostelefonen: > 128 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 16 Gesamtnutzung von Schnurlostelefonen: > 128 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 17 Gesamtnutzung von Schnurlostelefonen: > 128 Stunden ,> 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 18 Gesamtnutzung von drahtlosen Telefonen (Mobil- und Schnurlos-): ≤ 365 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 19 Gesamtnutzung von drahtlosen Telefonen (Mobil- und Schnurlos-): ≤ 365 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 20 Gesamtnutzung von drahtlosen Telefonen (Mobil- und Schnurlos-): ≤ 365 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 21 Gesamtnutzung von drahtlosen Telefonen (Mobil- und Schnurlos-): ≤ 365 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit
Gruppe 22 Gesamtnutzung von drahtlosen Telefonen (Mobil- und Schnurlos-): > 365 Stunden, > 1-5 Jahre Latenzzeit
Gruppe 23 Gesamtnutzung von drahtlosen Telefonen (Mobil- und Schnurlos-): > 365 Stunden, > 5-10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 24 Gesamtnutzung von drahtlosen Telefonen (Mobil- und Schnurlos-): > 365 Stunden, > 10 Jahre Latenzzeit
Gruppe 25 Gesamtnutzung von drahtlosen Telefonen (Mobil- und Schnurlos-): > 365 Stunden, > 1 Jahr Latenzzeit

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 421 1.478
Teilnehmerzahl 247 1.184
Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

57 Fälle gaben eine langzeitige Mobiltelefon-Nutzung von mehr als 10 Jahren, 17 Fälle eine langzeitige Schnurlostelefon-Nutzung und 67 Fälle eine langzeitige Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen an.
Insgesamt wurde kein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen und dem Risiko für maligne Melanome im Kopf- und Nacken-Bereich gefunden. Allerdings wurden in dem am stärksten exponierten Bereich (Schläfe, Wange und Ohr) erhöhte Risiken für maligne Melanome bei der Nutzung eines Mobiltelefons (OR 2,1; KI 0,7-6,1) und eines Schnurlostelefons (OR 2,1; KI 1,2-3,8) bei einer Gesamtnutzungsdauer von mehr als 365 Stunden und einer Latenzzeit von 1-5 Jahren beobachtet. Es wurde keine Wechselwirkung mit den bekannten Risiko-Faktoren (helle Haarfarbe, blaue Augen, heller Hauttyp, starke Sonnenbrände als Jugendlicher) festgestellt.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse müssen aufgrund der niedrigen Fallzahlen und der möglichen methodischen Mängel in dem Studientyp Fall-Kontroll-Studie mit Vorsicht interpretiert werden.

Studie gefördert durch

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