Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Mobile Phone Use and the Risk of Skin Cancer: A Nationwide Cohort Study in Denmark. epidem.

[Mobiltelefon-Nutzung und das Risiko für Hautkrebs: eine landesweite Kohortenstudie in Dänemark].

Veröffentlicht in: Am J Epidemiol 2013; 178 (2): 190-197

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer landesweiten Kohortenstudie in Dänemark wurde der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für Haut-Krebs bei Besitzern eines Mobiltelefon-Vertrags untersucht.

Weitere Details

Die getrennt berechneten Inzidenzraten für die Haut im Kopf- und Hals-Bereich und für die Haut des Rumpfs und der Beine wurden verglichen, um mögliche Confounder wie Suszeptibilität und Verhaltensweisen, die alle Teile des Körpers gleichermaßen betreffen, aufzudecken.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Inzidenz-Rate)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Personen ohne Handy-Vertrag
Gruppe 2 Personen mit Handy-Vertrag
Gruppe 3 Personen mit Handy-Vertrag: 1 - 4 Jahre Vertragsdauer
Gruppe 4 Personen mit Handy-Vertrag: 5 - 9 Jahre Vertragsdauer
Gruppe 5 Personen mit Handy-Vertrag: 10 - 12 Jahre Vertragsdauer
Gruppe 6 Personen mit Handy-Vertrag: ≥ 13 Jahre Vertragsdauer

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 355.701
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt wurde kein erhöhtes Risiko für Basalzell-Karzinom, Plattenepithelkarzinom und Melanom im Kopf-Bereich bei Besitzern eines Mobiltelefon-Vertrags beobachtet.
Nach einer Beobachtungszeit von mindestens 13 Jahren (Gruppe 6) lagen die Inzidenz-Raten für Basalzell-Karzinom und Plattenepithelkarzinom nahe Eins. Bei Männern betrug die Inzidenz-Rate für ein Melanom am Kopf 1,20 (KI 0,65-2,22) nach einer Beobachtungszeit von mindestens 13 Jahren (Gruppe 6), während die entsprechende Inzidenz-Rate für Rumpf und Beine bei 1,16 (KI 0,91-1,47) lag. Dies ergibt ein Verhältnis von 1,04 (KI 0,54-2,00) zwischen den beiden Inzidenz-Raten. Bei den Frauen wurde ein ähnliches, auf geringeren Zahlen beruhendes Muster beobachtet.
Die Autoren schlussfolgerten, dass in dieser großen bevölkerungsbezogenen Kohortenstudie wenige Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Haut-Krebs bei Mobiltelefon-Nutzern beobachtet wurden.

Studie gefördert durch

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