Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Microwaves modify thermoregulatory behavior in squirrel monkey. med./bio.

[Mikrowellen modifizieren das Thermoregulations-Verhalten von Totenkopfäffchen].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 1980; 1 (1): 1-20

Ziel der Studie (lt. Autor)

Totenkopfäffchen, die darauf trainiert waren, die Umgebungstemperatur durch ihr Verhalten zu regulieren, wurden im Fernfeld bei 2450 MHz (kontinuierliche Welle) exponiert. Die Affen lernten, die Temperatur der zirkulierenden Raumluft durch Wahl zwischen kalten (15°C) und warmen (55°C) Luft-Quellen zu kontrollieren.
Ziel der Studie war es 1) die minimalste einfallende Leistungsflussdichte zu bestimmen, die zuverlässig das aktuelle Thermoregulations-Verhalten der Affen verändert, 2) die Natur dieser Veränderung, und 3) den Grad zu bestimmen, mit dem diese Wirkung der peripheren Erwärmung zugeschrieben werden kann. Kontrollen beinhalteten Expositionen bei Infrarot-Bestrahlung gleichwertiger einfallender Energie und Expositionen ohne Bestrahlung/Befeldung.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 2,45 GHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: 10 min
  • Leistungsflussdichte: 10 W/m² Minimum (2 mW/cm², 4 mW/cm², 6 mW/cm², 8 mW/cm² und 10 mW/cm²)
Exposition 2: 2,45 GHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: 10 min
  • Leistungsflussdichte: 80 W/m² Minimum (10 mW/cm², 12 mW/cm², 15 mW/cm², 18 mW/cm² und 22 mW/cm²)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Charakteristik
Expositionsdauer 10 min
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 1,85 m
Kammer Anechoic chamber/ 1.83 m x 1.83 m x 2.45 m
Aufbau Monkeys were retrained in a chair which was mounted on a TV antenna rotor
Zusatzinfo A valve system allowed air from one of two closely regulated sources to circulate through the chamber. The monkey was trained to pull a cord to operate the valves hence it was able to select the air temperature between 15 to 55°C. During exposure the preferred temperature by the monkey was 35-36°C. Control animals were exposed to 10 min of infrared radiation to same the intensities as used for microwave exposure.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 10 W/m² Minimum gemessen - 2 mW/cm², 4 mW/cm², 6 mW/cm², 8 mW/cm² und 10 mW/cm²

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 2,45 GHz
Charakteristik
Expositionsdauer 10 min
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 1,85 m
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 80 W/m² Minimum gemessen - 10 mW/cm², 12 mW/cm², 15 mW/cm², 18 mW/cm² und 22 mW/cm²

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die meisten Affen wählten eine Umgebungstemperatur von 34-36°C. 10-minütige Expositionen bei 2450 MHz Mikrowellen (kontinuierliche Welle) bei einer einfallenden Leistungsflussdichte von 6-8 mW/cm² stimulierten die Affen, eine niedrigere Umgebungstemperatur auszuwählen. Dieser Energie-Schwellenwert entspricht einem Ganzkörper-SAR-Wert von 1.1 W/kg. Das Thermoregulations-Verhalten war hoch effizient: Die Haut- und Rektaltemperaturen blieben stabil, selbst bei 22 mW/cm², wo die bevorzugte Umgebungstemperatur um 4°C verringert wurde. Es gab keine vergleichbare Verringerung der ausgewählten Umgebungstemperatur unterhalb der Kontroll-Werte während der Exposition bei Infrarot-Bestrahlung gleichwertiger einfallender Leistungsflussdichte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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