Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Human perception of electric fields and ion currents associated with high-voltage DC transmission lines. med./bio.

[Menschliche Wahrnehmung elektrischer Felder und Ionenströme, in Zusammenhang mit Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 1996; 17 (3): 230-241

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Fähigkeit von Menschen abgeschätzt werden, das Vorhandensein von elektrischen Gleichstrom-Feldern und von Ionenströmen zu erkennen.

Hintergrund/weitere Details

Ein Experiment wurde ohne Ionenströme durchgeführt und zwei andere Experimente umfassten verschiedene Kombinationen elektrischer Ströme und Ionenströme (bis zu 120 nA/m²).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Expositionsdauer: 12 Versuche je 25 s lang
SIAM Anpassungsverhalten
Exposition 2:
Expositionsdauer: 100 aufeinanderfolgende Versuche je 25 s lang
SDT Bewertungsverfahren

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer 12 Versuche je 25 s lang
Zusatzinfo SIAM Anpassungsverhalten
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • high voltage electrodes
Kammer Experimental chamber was located in a high voltage laboratory in the center of a shielded test room with three high electrodes located in the ceiling. High voltage power sources were located outside the chamber.
Aufbau Attempts were made to eliminate equipment sound and corona noises as well as a recording of audible noises from an actual high voltage DC transmission line was played in the chamber during the experiment.
Zusatzinfo SIAM (single interval adjustment matrix) adaptive procedure was a yes-no single interval procedure in which half of the trials were signal trial and the other half no-signal. During the signal trials, fields and ions were presented at a certain intensity and depending on the answer the intensities and ions were either increased or decreased in 2 kV/m steps in the next trials. Fields and ions of positive polarity were generated. Fields were presented either alone in combination with ions.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 20 kV/m Minimum Kalibrierung - bis 50 kV/m maximal
elektrische Feldstärke 50 kV/m Maximum Kalibrierung - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer 100 aufeinanderfolgende Versuche je 25 s lang
Zusatzinfo SDT Bewertungsverfahren
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Zusatzinfo Specific combination of DC fields and ion currents were presented in the signal trials and no fields or ions were presented on the non signal trials. Both of these trials were presented equally. In SDT trials, the subjects were suppose to tell if the signal was 1) surely present, 2) rather certain about the presence, 3) unsure 4) rather certain about absence and 5) certain about the absence. Half of the signals were presented at high field intensity (40 or 47.5 kV/m) and the other half at low field intensity (17.5 or 25 kV/m) along with either 0, 60 and 120 nA/m² ion current. 120 nA/m² was not presented with 47.5 kV/m and 17.5 kV/m.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 17,5 kV/m - Kalibrierung - niedrige Intensität
elektrische Feldstärke 25 kV/m - Kalibrierung - niedrige Intensität
elektrische Feldstärke 40 kV/m - Kalibrierung - höhere Intensität
elektrische Feldstärke 47,5 kV/m - Kalibrierung - höhere Intensität

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Testpersonen waren eher dazu in der Lage, die Gleichstrom-Felder zu erkennen, wenn die Stärke anstieg. Sie konnten das Vorhandensein von Gleichstrom-Feldern alleine erkennen, aber nur bei der höchsten Stärke; der durchschnittliche Schwellenwert lag bei 45 kV/m.
Das gleichzeitige Vorhandensein von Ionen erleichterte die Wahrnehmung der Gleichstrom-Felder, aber nur bei relativ hohen Konzentrationen oder Stromdichten (d.h. 120 nA/m²). Die Daten-Analyse deckte unter den Testpersonen große Variationen bei den Wahrnehmungs-Schwellenwerten auf.
Die Ergebnisse können eine Grundlage für Umwelt-Richtlinien sein, die mit dem Aufbau von Hochvolt-Gleichstrom-Hochspannungsfreileitungen verbunden sind.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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