Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational exposure to extremely low-frequency magnetic fields and electrical shocks and acute myeloid leukemia in four Nordic countries. epidem.

[Berufliche Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern sowie Stromschlägen und akute myeloische Leukämie in vier skandinavischen Ländern].

Veröffentlicht in: Cancer Causes Control 2015; 26 (8): 1079-1085

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Fall-Kontroll-Studie wurde der Zusammenhang zwischen der beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern sowie Stromschlägen und dem Auftreten von akuter myeloischer Leukämie in vier skandinavischen Ländern untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Hazard-Rate)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Magnetfeld-Exposition: nein
Gruppe 2 Magnetfeld-Exposition: gering
Gruppe 3 Magnetfeld-Exposition: hoch
Referenzgruppe 4 kumulative Magnetfeld-Exposition: 0 Einheit-Jahre
Gruppe 5 kumulative Magnetfeld-Exposition: 1 - 16,2 Einheit-Jahre
Gruppe 6 kumulative Magnetfeld-Exposition: 16,2 - 29,9 Einheit-Jahre
Gruppe 7 kumulative Magnetfeld-Exposition: 29,9 - 159,9 Einheit-Jahre
Referenzgruppe 8 Stromschläge: kein Risiko
Gruppe 9 Stromschläge: geringes Risiko
Gruppe 10 Stromschläge: hohes Risiko
Referenzgruppe 11 Stromschläge: kumulative Exposition: 0 Einheit-Jahre
Gruppe 12 Stromschläge: kumulative Exposition: 1 - 19,9 Einheit-Jahre
Gruppe 13 Stromschläge: kumulative Exposition: 19,9 - 45,7 Einheit-Jahre
Gruppe 14 Stromschläge: kumulative Exposition: 45,7 - 159,9 Einheit-Jahre
Referenzgruppe 15 elektrische/elektronische Berufe (nach Deapen et al., 1988): nein
Gruppe 16 elektrische/elektronische Berufe (nach Deapen et al., 1988): ja
Referenzgruppe 17 elektrische/elektronische Berufe (nach Feychting et al., 2003): nein
Gruppe 18 elektrische/elektronische Berufe (nach Feychting et al., 2003): ja

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl auswertbar 5.049 27.045
Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Etwa 40 % der Berufstätigen waren gering und 7 % stark bei niederfrequenten Magnetfeldern exponiert, während 18 % ein geringes Risiko und 15 % ein hohes Risiko für Stromschläge hatten.
Es wurde kein Zusammenhang zwischen der beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern sowie bei Stromschlägen und dem Auftreten von akuter myeloischer Leukämie gefunden. Die Hazard-Rate betrug 0,88 (KI 0,77-1,01) für Personen mit starker Magnetfeld-Exposition und 0,94 (KI 0,85-1,05) für Personen mit einem hohen Risiko für Stromschläge im Vergleich zu jeweiligen Referenzgruppen.
Die Autoren schlussfolgern, dass es keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen der beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern sowie Stromschlägen und dem Auftreten von akuter myeloischer Leukämie gibt.

Studie gefördert durch

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