Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Ets1 oncogene induction by ELF-modulated 50 MHz radiofrequency electromagnetic field. med./bio.

[Ets1 Onkogen-Induktion durch ELF-moduliertes hochfrequentes elektromagnetisches 50 MHz-Feld].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2000; 21 (1): 8-18

Ziel der Studie (lt. Redakteur)

Es sollten die Wirkungen hochfrequenter Felder, amplitudenmoduliert bei extrem niedriger Frequenz, auf die Transkription des Calcium-modulierten ETS1-Onkogens in hämatopoetischen und testikulären Zelltypen untersucht werden (die Expositions-Bedingungen wurden so ausgewählt, dass sie den Calcium-Ionen-Fluss störten).

Hintergrund/weitere Details

ETS1 gehört zu einer Familie von Transkriptionsfaktoren, die bei der Zelldifferenzierung, Tumorgenese und Apoptose beteiligt sind.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 MHz
Modulationsart: AM
Expositionsdauer: von 30 min bis 24 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 MHz
Typ
Expositionsdauer von 30 min bis 24 h
Modulation
Modulationsart AM
Modulationsfrequenz 16 Hz
Modulationstiefe 80 %
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer incubator
Aufbau T5 flasks placed on the septum in one of the TEM cells
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 46 µT - gemessen - statisches MF bei 60° Inklination
magnetische Flussdichte 200 nT - gemessen - MF parallel zum Erdboden
elektrische Feldstärke 60 V/m - gemessen - rechtwinklig zum Erdmagnetfeld

Referenzartikel

  • Blackman CF et al. (1985): Effects of ELF (1-120 Hz) and modulated (50 Hz) RF fields on the efflux of calcium ions from brain tissue in vitro.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Überexpression von ETS1 mRNA in Jurkat T-lymphoblastoiden und TM3-Zelllinien beobachtet. Diese Wirkung wurde nur bei Vorhandensein der 16 Hz-Modulation gefunden, die der Resonanz-Frequenz von Calcium-Ionen mit einem Gleichstrom-Magnetfeld von 45.7 µT entspricht. Die Autoren haben ebenfalls ein vermeintliches Kandidaten-Gen identifiziert, der nach der elektromagnetischen Feld-Exposition unterdrückt ist.
Zusammenfassend repräsentiert dieser experimentelle Ansatz, basierend auf der Transkriptions-Analyse, eine verlässliche Methode zur Identifizierung biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder, und ETS1 scheint ein spezifisches Ziel-Gen für die elektromagnetische Feld-Aktion bei verschiedenen Zelltypen zu sein.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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