Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of extremely low-frequency electromagnetic field exposure on the skeletal muscle functions in rats. med./bio.

[Wirkungen einer Exposition bei niederfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die Skelettmuskel-Funktionen bei Ratten].

Veröffentlicht in: Toxicol Ind Health 2020; 36 (2): 119-131

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer chronischen Exposition von Ratten bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf das Zwerchfell untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Insgesamt wurden 29 Ratten nach dem Absetzen der Muttermilch zufällig in die folgenden Gruppen aufgeteilt: 1) Exposition männlicher Ratten bei dem 50 Hz-Magnetfeld (n=7), 2) Exposition weiblicher Ratten bei dem 50 Hz-Magnetfeld (n=8), 3) Kontrollgruppe männlicher Ratten (n=7), 4) Kontrollgruppe weiblicher Ratten (n=7). Am Ende des Expositions-Zeitraums wurden alle Ratten getötet und untersucht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 4 Stunden/Tag für 7 Monate

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 4 Stunden/Tag für 7 Monate
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau ein homogenes horizontales Magnetfeld wurde durch ein Paar runder Spulen mit 21,5 cm Durchmesser und 22,5 cm Abstand erzeugt, die aus 160 Windungen isolierten Kupferdrahts bestanden; zwei Ratten wurden in einem Kunststoffkäfig in der Mitte der Spulen platziert
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1,5 mT - gemessen - -

Referenzartikel

  • Güneş S et al. (2008): [The effect of different magnetic field intensities on regeneration at injured peripheral rat nerves].

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Bei den elektrophysiologischen Parametern waren die Spitzen-Latenzzeit und die Depolarisations-Zeit der Aktionspotenziale bei den exponierten männlichen Ratten (Gruppe 1) im Vergleich zu ihrer Kontrollgruppe signifikant erhöht. Bei exponierten weiblichen Ratten (Gruppe 2) waren die Stromstärke signifikant verringert und die Fläche der Aktionspotenziale im Vergleich zu ihrer Kontrollgruppe signifikant erhöht. In den Muskel-Kontraktilitäts-Untersuchungen war im Vergleich zur jeweiligen Kontrollgruppe die Dauer der maximalen Kontraktionskraft nach einer 10 Hz-Stimulation bei exponierten männlichen Ratten signifikant reduziert, und bei exponierten weiblichen Ratten war die Dauer der maximalen Kontraktionskraft nach einer 20 und 40 Hz-Stimulation signifikant reduziert. Bei den biochemischen Parametern war im Vergleich zur jeweiligen Kontrollgruppe der Gehalt an Ca+2 im Serum bei den exponierten männlichen Ratten signifikant vermindert und bei den exponierten weiblichen Ratten war der Gehalt an K+ und Ca+2 im Serum signifikant erhöht. Der gesamte antioxidative Status war im Zwerchfell-Gewebe der exponierten männlichen Ratten und im Serum der exponierten weiblichen Ratten im Vergleich zur jeweiligen Kontrollgruppe signifikant verringert.
Die Autoren schlussfolgerten, dass nur wenige Wirkungen einer chronischen Exposition von Ratten bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf das Zwerchfell gefunden wurden, die relativ schwach waren und wahrscheinlich keine klinische Relevanz haben. Diese Wirkungen schienen jedoch geschlechtsabhängig zu sein.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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