Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie, theoretische Studie)

Do weak, low pulsed frequency, high-frequency electromagnetic or magnetic fields alter the basic bioelectrical parameters of nerve cells in vineyard snails (Helix pomatia L.) ? / I. Electromagnetic fields. med./bio.

[Verändern schwache, bei niedrig gepulster Frequenz, hochfrequente elektromagnetische Felder oder Magnetfelder die bioelektrischen Parameter von Nervenzellen der Weinbergschnecke (Helix pomatia L.)? / I. Elektromagnetische Felder].

Veröffentlicht in: Bioelectrochem Bioenerg 1995; 37 (1): 39-45

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Ruhepotenziale der Weinbergschnecke (Helix pomatia) untersucht werden, um herauszufinden, wie sie durch schwache, bei niedrig gepulster Frequenz, hochfrequente elektromagnetische Felder beeinflusst werden. Die Flussdichten der Felder wurden so gewählt, dass thermische Effekte nicht im exponierten Gewebe auftreten konnten. Eine experimentelle Methode wurde entwickelt, die die Durchführung elektrophysiologischer Messungen im hochfrequenten elektromagnetischen Feld ohne Artefakte erlaubte.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 150 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 10 min
Exposition 2: 150 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 20 min oder intermittierend für 2 x 10 min
Exposition 3: 150 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 10 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 150 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 10 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 8,3 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • therapy equipment Megawave 150/1
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 2 cm
Kammer A small Plexiglas vessel was attached to a vibration-damped marble slab in a Faraday cage.
Aufbau The transmitting antenna was fastened 2 cm away from the ganglion.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 50 µT - - - ± 50%
magnetische Flussdichte 70 µT - - - ± 50%
magnetische Flussdichte 90 µT - - - ± 50%
magnetische Flussdichte 124 µT - - - ± 50%

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 150 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 20 min oder intermittierend für 2 x 10 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Folgefrequenz 8,3 Hz
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Zusatzinfo The run down of 40 min served as a run up for the second exposure.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 124 µT - - - ± 50%
Leistungsflussdichte 0,02 mW/cm² - - - ± 50%

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 150 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 10 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Zusatzinfo

pulse rates of 6, 10, 12, and 50 Hz

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 124 µT - - - ± 50%

Referenzartikel

  • Kullnick U (1992): Influence of weak non-thermic high-frequency electromagnetic fields on the membrane potential of nerve cells.

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Das Ruhepotenzial der Neuronen, die untersucht wurden, hyperpolarisierte. Es wurde eine Beziehung zwischen dem resultierendem Wert der Stärke der Feld-induzierten Hyperpolarisation und dem Ruhepotenzial vor Beginn der Exposition ermittelt. Es wurde ein Modell zur Abfolge der Ereignisse bei dem Effekt entwickelt, um die Hyperpolarisation zu erklären, die durch die Exposition hervorgerufen wurde. Grundlegend für die Hypothese, die daraus hergeleitet wurde, ist die Interaktion einer möglichen Feld-induzierten Freisetzung von Calcium aus intrazellulären Depots im Zytoplasma der Neuronen und der daraus resultierenden Aktivierung Calcium-abhängiger Kalium-Kanäle.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel