Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Extremely low-frequency magnetic fields effects on the snail single neurons. med./bio.

[Wirkungen extrem niederfrequenter Magnetfelder auf Einzelneuronen der Schnecke].

Veröffentlicht in: Electromagn Biol Med 2008; 27 (4): 409-417

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie wurde der Einfluss von extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern, wie sie bei Mobiltelefonen vorkommen, auf den Habituations-Prozess von Einzel-Neuronen der Schnecke gegenüber intrazellulären Reizen untersucht.

Hintergrund/weitere Details

Habituation wird als eine Form des Nicht-Lernens betrachtet, wo Reaktionen auf wiederkehrende Reize mit der Zeit nachlassen. Individuelle Neuronen reagieren auf stimulierende intrazelluläre Impulse mit Aktionspotenzialen und dann entsteht Habituation. 33 verschiedene Nerven-Präparationen (Riesen-Neuron) wurden für jede Stimulations-Bedingung verwendet: Neuron 3 des linken parietalen Ganglions und Neuron 3 des rechten parietalen Ganglions.
Zu Beginn der Aufzeichnung wurde die Schwelle für das Auslösen der Aktionspotenziale ermittelt. Dann wurde die Amplitude solange erhöht, bis die Aktionspotenziale als Reaktion auftraten. Die intrazelluläre Reizung wurde nach dem Eintreten der Habituation weitergeführt und das Neuron gleichzeitig elektromagnetisch befeldet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 8,34–217 Hz
Expositionsdauer: nicht angegeben

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 8,34–217 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer nicht angegeben
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau pair of Helmholtz coils with a diameter of 11 cm, 5.5 cm apart; cells placed in the center of the coil system
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Spitzenwert Kalibrierung - -
magnetische Flussdichte 6 mT Spitzenwert Kalibrierung - 1 - 6 mT

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Befeldung des Neurons mit niederfrequenten elektromagnetischen Feldern führte zur Dehabituation auf den intrazellulären Reiz, das heißt das Neuron begann wieder, Aktionspotenziale auszulösen. Die Dehabituation hing von der Frequenz des extrem niederfrequenten Magnetfeldes ab. Die Wirkung war proportional zum Spitzenwert der magnetischen Induktion.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine athermische magnetische Befeldung die Habituation in Gehirn-Neuronen verändern kann. Die beobachtete Dehabituation durch elektromagnetische Felder könnte als Beeinträchtigung der normalen Neuronen-Funktion gesehen werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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