Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie, Beobachtungsstudie)

Absence of chronic effect of exposure to short-wave radio broadcast signal on salivary melatonin concentrations in dairy cattle. med./bio.

[Fehlen einer chronischen Wirkung von Rundfunk-Kurzwellen auf die Melatonin-Konzentrationen im Speichel vom Milchkühen].

Veröffentlicht in: J Pineal Res 1997; 22 (4): 171-176

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte der Einfluss elektromagnetischer Felder im Kurzwellen-Bereich (3-30 MHz) von Radiosender-Signalen auf die Melatonin-Konzentration im Speichel von Milchkühen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden zwei Milchkuh-Herden miteinander verglichen, eine lag in einer Entfernung von 500 m (exponiert), die andere in einer Entfernung von 4000 m (nicht-exponiert) vom Sender entfernt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 3–30 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 Tagen, dann war der Transmitter 3 Tage ausgeschaltet, anschließend kontinuierlich für weitere 5 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 3–30 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 Tagen, dann war der Transmitter 3 Tage ausgeschaltet, anschließend kontinuierlich für weitere 5 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 500 m
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Feldstärke 1,59 mA/m - - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die durchschnittlichen Werte der beiden anfänglichen Nächte zeigten keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen exponierten und nicht-exponierten Tieren. Eine chronische Melatonin-Reduktions-Wirkung scheint unwahrscheinlich zu sein.
Allerdings war der Unterschied in der ersten Nacht nach Wieder-Exposition (nachdem der Sender für drei Tage ausgeschaltet war) bei der Melatonin-Konzentration im Speichel zwischen den beiden Herden statistisch signifikant,- es deutet auf einen zwei- bis siebenfachen Anstieg der Melatonin-Konzentration hin.
Folglich kann eine verzögerte akute Wirkung des elektromagnetischen Felds auf die Melatonin-Konzentration nicht komplett ausgeschlossen werden. Allerdings sollten die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden und weitere Versuche sind erforderlich.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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