Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of a 50 Hz magnetic field on Dictyostelium discoideum (Protista). med./bio.

[Wirkungen eines 50 Hz Magnetfeldes auf Dictyostelium discoideum (Protisten)].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 2006; 27 (7): 528-534

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen eines extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldes (200 µT, 50 Hz, für 3 h oder 24 h bei 21°C) auf die Amöbe Dictyostelium discoideum (ein Protist) untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Bis jetzt gibt es in der Literatur nur dürftige Hinweise für eine Wirkung schwacher, extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder auf Protisten (eukaryotische Einzelzell-Organismen). Protisten reagieren direkt auf Umwelt-Reize und erscheinen folglich als sehr geeignete experimentelle Systeme.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 3 oder 24 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 3 oder 24 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau The coil was directly wound on the sample holder (1.4 cm in radius). Samples were kept in a non working coil system for sham exposure. 3 h and 24 h control samples were kept outside the generator. Additionally, 24 h exposed samples were transferred to standard conditions for 24 h and their respective control was performed for 48 h.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 200 µT Effektivwert berechnet - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Eine Verzögerung in der frühen Phase der Differenzierung wurde bei Zellen gefunden, die für 3 h exponiert wurden und eine signifikante Abnahme der Teilungsrate erschien in Zellen, die für 24 h exponiert wurden. Die Propionylcholinesterase-Aktivität war in dreistündig-exponierten Zellen signifikant geringer als in den Kontrollen, wohingen 24-stündig-exponierte Zellen einen Anstieg der Enzymaktivität aufwiesen. Allerdings schienen solche Wirkungen vorübergehender Natur zu sein (transient), da die Werte der Teilungsrate und der Propionylcholinesterase-Aktivität nach 24 h Verbleib unter Standard-Bedingungen zu den entsprechenden Kontroll-Werten zurückkehrten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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