Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Radiofrequency electromagnetic fields emitted from base stations of DECT cordless phones and the risk of glioma and meningioma (Interphone Study Group, Germany). epidem.

[Elektromagnetische Hochfrequenz-Felder von DECT-Basisstationen und das Risiko für Gliom und Meningiom (Interphone Studiengruppe, Deutschland)]

Veröffentlicht in: Radiat Res 2006; 166 (1): 116-119

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob kontinuierliche, schwache Hochfrequenz-Felder von Basisstationen von DECT- (Digital Enhanced Cordless Telecommunications)-Schnurlos-Telefonen das Risiko für Gliom und Meningiom erhöhen. Dazu wurde eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie in Deutschland durchgeführt.

Weitere Details

Die deutsche INTERPHONE-Studiengruppe ergänzte den Haupt-Fragebogen des INTERPHONE-Projekts, um die Exposition durch DECT-Basisstationen festzustellen. Die Ergebnisse zu Mobiltelefonen sind in der Publikation 13158 veröffentlicht.
Die Exposition wurde über den Standort der Basisstation eines DECT-Schnurlos-Telefons bestimmt. Eine Person wurde als exponiert eingestuft, wenn eine DECT-Basisstation 3 Meter oder weniger von deren Bett entfernt stand. Da sich viele Personen nicht erinnern konnten, ob ihr schnurloses Telefon ein DECT-Gerät war, wurden alle Informationen zu Modell und Art verwendet, um die Schnurlos-Telefone in "definitiv DECT" und "möglicherweise DECT" einzuteilen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 definitiv DECT: nein
Gruppe 2 definitiv DECT: ja
Referenzgruppe 3 möglicherweise/definitiv DECT: nein
Gruppe 4 möglicherweise/definitiv DECT: ja
Referenzgruppe 5 Zeit seit erster Exposition (möglicherweise/definitiv DECT): keine, < 1 Jahr
Gruppe 6 Zeit seit erster Exposition (möglicherweise/definitiv DECT): 1-4 Jahre
Gruppe 7 Zeit seit erster Exposition (möglicherweise/definitiv DECT): ≥ 5 Jahre

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 891 2.449
Teilnehmerzahl 747 1.494
Teilnehmerrate 84 % 63 %
Sonstiges:

Gliom: 460 Fälle geeignet, 366 Teilnehmer; Meningiom: 431 Fälle geeignet, 381 Teilnehmer

Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Nur bei wenigen Personen war die DECT-Basisstation in der Nähe des Bettes platziert (definitv: 8 Fälle und 23 Kontrollen, möglicherweise/definitiv: 10 Fälle und 26 Kontrollen). Das Risiko für Gliom und Meningiom war nicht erhöht.
Es wurde kein Zusammenhang zwischen der Exposition bei kontinuierlichen, schwachen Hochfrequenz-Feldern während der Nacht und dem Risiko für Gliom und Meningiom beobachtet.

Einschränkungen (lt. Autor)

Nur eine kleine Personenzahl war exponiert. Detaillierte Informationen zur Art des Schnurlos-Telefons (analog oder DECT) waren schwierig zu erhalten.

Studie gefördert durch