Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Synaptic neurone activity under applied 50 Hz alternating magnetic fields med./bio.

[Neuronen-Synapsen-Aktivität unter Anwendung von 50 Hz-Wechselmagnetfeldern]

Veröffentlicht in: Comp Biochem Physiol C Pharmacol Toxicol Endocrinol 1999; 124 (1): 99-107
Journal teilweise peer-reviewed/Peer-Review-Prozess unklar

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die Studie untersuchte die Wirkung von 50 Hz Magnetfeldern mit 1-15 mT Stärke auf die synaptische Neuronen-Aktivität, die durch Acetylcholin und Glutamat vermittelt wird.

Hintergrund/weitere Details

Die Experimente wurden an 40 einzelnen Neuronen-Einheiten des Unterschlund-Ganglion der Schnecke (Helix aspersa) durchgeführt. Um die Neuronen-Aktivität zu untersuchen, wurde eine Reihe von Experimenten durchgeführt, in denen Glutamat und Acetylcholin als mögliche Neurotransmitter verwendet wurden. Koffein und verschiedene Ringer-Lösungen wurden verwendet (K+-frei; 5-fach erhöhte K+-Konzentration; Ca2+-frei; 5-fach erhöhte Ca2+-Konzentration).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 15 s

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 15 s
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Faraday cage
Aufbau pair of Helmholtz coils; samples placed between the coils
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Spitzenwert gemessen - 1 - 15 mT

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die angelegten 50 Hz Magnet-Wechselfelder veränderten nicht die synaptische Aktivität der Neuronen, die durch Glutamat oder Acetylcholin induziert wird. Die 50 Hz-Magnetfelder zeigten die gleiche synaptische Wirkung wie Glutamat. Ebenso glichen sich die neuronalen Wirkungen von den 50 Hz-Magnetfeldern und Koffein. Die verwendeten Ringer-Lösungen zeigten, dass Ca2+-Ionen an den durch Koffein, Glutamat oder 50 Hz-Magnetfelder ausgelösten Reaktionen beteiligt sind.
Die Autoren nehmen an, dass die gefundene neuronale Wirkung von 50 Hz-Magnetfeldern, Koffein und Glutamat darauf hinweist, dass Ca2+-Ionen die zytosolischen Effektoren der 50 Hz-Magnetfelder sind, die mit der neuronalen Zellmembran interagieren.

Studienmerkmale:

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