Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Morbidity experience in populations residentially exposed to 50 Hz magnetic fields: methodology and preliminary findings of a cohort study. epidem.

[Erkrankungszahlen in Bevölkerungen mit häuslicher Exposition bei 50 Hz-Magnetfeldern: Methodik und vorläufige Ergebnisse einer Kohortenstudie].

Veröffentlicht in: Int J Occup Environ Health 2009; 15 (2): 133-142

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Kohortenstudie in Italien durchgeführt, um die Erkrankungszahlen in der Bevölkerung mit häuslicher Exposition bei 50 Hz-Magnetfeldern zu untersuchen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 Wohndauer im Abstand von bis zu 40 m zur Hochspannungsfreileitung: 0-9 Jahre
Gruppe 2 Wohndauer im Abstand von bis zu 40 m zur Hochspannungsfreileitung: 10-19 Jahre
Gruppe 3 Wohndauer im Abstand von bis zu 40 m zur Hochspannungsfreileitung: 20-29 Jahre
Gruppe 4 Wohndauer im Abstand von bis zu 40 m zur Hochspannungsfreileitung: 30-39 Jahre
Gruppe 5 Wohndauer im Abstand von bis zu 40 m zur Hochspannungsfreileitung: ≥ 40 Jahre
Gruppe 6 Teilgebiet R: Abstand zur Hochspannungsfreilung > 33 m, TWA magnetische Flussdichte < 0,17 µT
Gruppe 7 Teilgebiet A: Abstand zur Hochspannungsfreilung < 28 m, TWA magnetische Flussdichte 0,19 - 3 µT
Gruppe 8 Teilgebiet B: Abstand zur Hochspannungsfreilung teilweise < 28 oder > 33 m, TWA-Werte wie in den Teilgebieten R und A möglich

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 357
Teilnehmerzahl 345

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurden 83 Krankenhaus-Entlassungen mit den ausgewählten medizinischen Diagnosen in dem sechsjährigen Beobachtungszeitraum registriert. In der Kohorte wurden statistisch nicht-signifikante Anstiege für alle Krebs-Arten sowie für Primärtumoren gefunden. Ein signifikanter Anstieg an Primärtumoren (n=10) wurde bei Personen beobachtet, die seit mehr als 30 Jahren in der Nähe einer Hochspannungsfreileitung lebten. Es wurde ein signifikanter Anstieg bei allen Krebs-Arten (n=16), Primär- und Sekundär-Tumoren sowie bei ischämischen Erkrankungen (n=6) bei den Bewohner des Teilgebiets A mit der höchsten Exposition beobachtet.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Ergebnisse basieren auf niedrigen Fallzahlen und sollen durch eine gepoolte Analyse gleicher Anwohner-Kohorten verifiziert werden.

Studie gefördert durch

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