Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Residential Magnetic Field Exposure and Childhood Brain Cancer: A Meta-Analysis. epidem.

[Magnetfeld-Exposition im Wohnumfeld und Hirntumor im Kindesalter: eine Meta-Analyse].

Veröffentlicht in: Epidemiology 2008: 424-430

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine Meta-Analyse über Studien zur Magnetfeld-Exposition im Wohnumfeld und Gehirn-Krebs im Kindesalter durchgeführt, um die Homogenität der Ergebnisse zu bewerten und um einen gemeinsamen Effekt-Schätzer zu erzielen. Desweiteren sollte die Möglichkeit eines Selektionsbias in den Kinderleukämie-Studien durch Vergleich der Ergebnisse aus Studien zu Leukämie und Hirntumor im Kindesalter eingeschätzt werden.
Es wurden 13 Studien in die Meta-Analyse eingeschlossen: 7 Studien wurden in Europa (Feychting et al (1993), Olsen et al. (1993), Verkasalo et al. (1993), Tynes et al. (1997), UK Childhood Cancer Study Investigators (1999), Schüz et al. (2001), Draper et al. (2005)), 4 in den USA ( Wertheimer et al. (1979), Savitz et al. (1988), Gurney et al. (1996), Preston-Martin et al. (1996)) und 2 Studien in Asien (Lin, Abstract in Englisch und Dissertation in Chinesisch (1989) und Saito, präsentiert auf einem internationalem Symposium (2003)) durchgeführt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Wire-Code-Konfiguration: niedrig
Gruppe 2 Wire-Code-Konfiguration: hoch
Gruppe 3 Wire-Code-Konfiguration: sehr hoch
Referenzgruppe 4 Magnetfeld-Exposition: < 0,2 µT
Gruppe 5 Magnetfeld-Exposition: ≥ 0,2 µT
Gruppe 6 Magnetfeld-Exposition: > 0,3 µT
Gruppe 7 Magnetfeld-Exposition: > 0,4 µT

Population

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die Analysen wiesen keinen statistisch signifikanten Anstieg des Risikos von Hirntumor im Kindesalter im Zusammenhang mit verschiedenen Expositions-Abschätzungen der häuslichen Magnetfelder auf. Der Gesamt-Effektschätzer für Magnetfelder über 0,3 oder 0,4 µT war nicht signifikant erhöht, die Analyse beruhte jedoch auf niedrigen Fallzahlen. Die Ergebnisse waren bezüglich der Homogenität der Studien, mit Ausnahme der Wire-code-Studien, kompatibel. Es gab keinen Hinweis für Publikationsbias.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Möglichkeit des Selektionsbias oder Expositions-Abschätzungs-Bias kann in den Studien zu Leukämie und Hirntumor im Kindesalter nicht ausgeschlossen werden.

Studie gefördert durch

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