Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Effect of extremely low frequency electromagnetic field exposure on sleep quality in high voltage substations. epidem.

[Wirkung einer extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feld-Exposition auf die Schlaf-Qualität in Hochspannungs-Umspannwerken].

Veröffentlicht in: Iranian J Environ Health Sci Eng 2012; 9 (1): 15

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer im Iran durchgeführten Fall-Kontroll-Studie sollte die Wirkung der Exposition bei extrem niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern auf die Schlaf-Qualität bei Arbeitern in Hochspannungs-Umspannwerken untersucht werden.

Weitere Details

Die Studienteilnehmer füllten den Pittsburgh Schlafqualitätsindex-Fragebogen an drei aufeinanderfolgenden Tagen aus.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Schichtarbeiter in Zement-, Reifen- und Kupfer-Werken
Gruppe 2 Schichtarbeiter in Hochspannungs-Umspannwerken

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 67 110
Sonstiges:

41 Arbeiter in 132 kV-Umspannwerken, 20 Arbeiter in 230 kV-Umspannwerken und 6 Arbeiter in 400 kV-Umspannwerken

Statistische Analysemethode:

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt wurden 2583 Messungen durchgeführt, davon 1343 Messungen der magnetischen Flussdichte und 1240 Messungen der elektrischen Feldstärke. Die gemessene berufliche Exposition lag unterhalb der Grenzwerte der ICNIRP-Richtlinien.
Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen der Fall- und der Kontrollgruppe für die schlechte Schlaf-Qualität gemäß dem Pittsburgh Schlafqualitätsindex (90,5% der Fälle und 85,3% der Kontrollen), den Mittelwert der Schlaf-Qualität insgesamt und die Werte der Einzelkomponenten beobachtet. Die mittlere Einschlafdauer war bei den Fällen (35,68 ± 26,25 min) signifikant erhöht im Vergleich zu den Kontrollen (28,89 ± 20.18 min). Die Fälle hatten eine mittlere Schlaf-Dauer von 5,49 ± 1,31 Stunden, die verglichen mit der Kontrollgruppe (5,90 ± 1,67 h) niedriger war.
Die Autoren schlagen vor, diese Studie zu ergänzen, indem der Einfluss der Arbeitsstress-Variablen (z.B. Überstunden, schwache soziale Unterstützung, körperlich anstrengende Arbeit, Teilzeitarbeit) auf die Schlaf-Qualität untersucht wird und die Schlaf-Faktoren objektiv durch Anwendung von Polysomnographie bewertet werden.

Studie gefördert durch

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