Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of extremely low-frequency electric fields at different intensities and exposure durations on mismatch negativity. med./bio.

[Wirkungen von extrem niederfrequenten elektrischen Feldern unterschiedlicher Stärke und Expositions-Dauer auf die Mismatch-Negativität].

Veröffentlicht in: Neuroscience 2014; 272: 154-166

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition bei einem 50 Hz-elektrischen Feld auf die Mismatch-Negativitäts-Komponente bei ereigniskorrelierten Potenzialen sowie auf Apoptose und oxidativen Stress im Gehirn von Ratten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden 6 Ratten-Gruppen untersucht (n=15 pro Gruppe): 1.) Schein-Exposition für 2 Wochen, 2.) Schein-Exposition für 4 Wochen, 3.) Exposition bei einem elektrischen Feld, 12 kV/m für 2 Wochen, 4.) Exposition bei einem elektrischen Feld, 18 kV/m für 2 Wochen, 5.) Exposition bei einem elektrischen Feld, 12 kV/m für 4 Wochen und 6.) Exposition bei einem elektrischen Feld, 18 kV/m für 4 Wochen.
Am Ende der Expositions-/Schein-Expositions-Periode wurden die Mismatch-Negativitäts-Reaktionen bei den betäubten Ratten aufgezeichnet. Im Anschluss wurden die Ratten getötet und das Gehirn-Gewebe entnommen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 1 Stunde/Tag für 2 oder 4 Wochen
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: 1 Stunde/Tag für 2 oder 4 Wochen

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 1 Stunde/Tag für 2 oder 4 Wochen
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Monopolantenne
  • parallel plate capacitor
Kammer rats were exposed in plastic cages
Aufbau parallel copper plates (50 x 80 cm) were plated with zinc (2-mm thickness); corners of parallel plates were rounded to produce an uniform electric field; plates were placed upright on wooden stands and positioned parallel to each other; plastic cage was placed between plates; plates were spaced at 50 cm distance
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo maximum background magnetic field was 0.1 µT (measured), homogeneity and uniformity of electric field was measured (maximum variation less than 1 %)
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 12 kV/m - berechnet und gemessen - -
magnetische Flussdichte 1 µT Maximum - - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 1 Stunde/Tag für 2 oder 4 Wochen
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 18 kV/m - berechnet und gemessen - -
magnetische Flussdichte 1 µT Maximum - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In allen Expositions-Gruppen war die Lipidperoxidation im Vergleich zur jeweiligen Schein-Exposition signifikant erhöht. Im Vergleich zur Kontrollgruppe war der Gehalt an Carbonyl-Gruppen in Gruppe 4 (18 kV/m für 2 Wochen), Gruppe 5 (12 kV/m für 4 Wochen) und Gruppe 6 (18 kV/m für 4 Wochen) signifikant erhöht. Es wurden jedoch in keiner der Gruppen apoptotische Zellen gefunden.
In Gruppe 6 (18 kV/m für 4 Wochen) war die Amplitude der Mismatch-Negativität verglichen mit der 4 Wochen-Schein-Expositions-Gruppe signifikant erniedrigt. In den Gruppen 3 (12 kV/m für 2 Wochen) und 4 (18 kV/m für 2 Wochen) war die Latenzzeit der Mismatch-Negativität vergleichen mit der 2 Wochen-Schein-Expositions-Gruppe signifikant erhöht.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition bei einem 50 Hz-elektrischen Feld einen Einfluss auf die Mismatch-Negativität der ereigniskorrelierten Potenziale bei Ratten haben könnte und dass diese Wirkungen durch oxidativen Stress im Ratten-Gehirn versursacht werden könnten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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