Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Cause-specific mortality in cellular telephone users. epidem.

[Ursachen der Sterblichkeit bei Mobiltelefon-Nutzern].

Veröffentlicht in: JAMA 1999; 282 (19): 1814-1816

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die Ursachen der Sterblichkeit bei Mobiltelefon-Nutzern wurden in einer erweiterten Kohortenstudie (siehe Publikation 1905) untersucht.

Weitere Details

Zwei unterschiedliche Mobiltelefon-Arten wurden in die Untersuchung einbezogen: das handgehaltene Modell, bei dem sich die Antenne in dem Handgerät in der Nähe des Kopfes während eines Telefonats befindet, und das nicht-handgehaltene Modell (oft Autotelefon). Nutzer von nicht-handgehaltenen Geräten wurden als nicht exponiert eingestuft, da die Antenne nicht im Handgerät ist.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (standardisierte Sterberate (SMR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 nicht-handgehaltene Mobiltelefone, Gesprächsdauer: Median 1,5 Minuten/Tag
Gruppe 2 handgehaltene Mobiltelefone, Gesprächsdauer: < 2 Minuten/Tag, Median 0,8 Minuten/Tag
Gruppe 3 handgehaltene Mobiltelefone, Gesprächsdauer: > 2 Minuten/Tag, Median 5,0 Minuten/Tag
Referenzgruppe 4 nicht-handgehaltene Mobiltelefone, Nutzungsdauer: Median 2,1 Jahre
Gruppe 5 handgehaltene Mobiltelefone, Nutzungsdauer: ≤ 3 Jahre, Median 1,6 Jahre
Gruppe 6 handgehaltene Mobiltelefone, Nutzungsdauer: > 3 Jahre, Median 3,8 Jahre

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 285.561

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die einzige Kategorie der Todesursachen, für die es ein Hinweis von einem ansteigenden Risiko mit längeren Mobiltelefon-Telefonaten gab, war "Autounfall". Ähnliche Ergebnisse wurden für "Anrufzahl pro Tag" beobachtet. Der Unterschied zwischen handgehaltenen und nicht-handgehaltenen Telefonen entfiel, da beide Telefontypen beim Autofahren störend wirken können.
Um den Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko für tödliche Autounfälle zu untersuchen, fassten die Autoren handgehaltene und nicht-handgehaltene Mobiltelefone zusammen und analysierten den Trend. Sie fanden ein wachsendes Sterblichkeits-Risiko mit ansteigender Telefonnutzung, aber einen umgekehrten Trend mit der Anzahl der Jahre mit Mobiltelefon-Nutzung.

Einschränkungen (lt. Autor)

Weil die Analysen auf Rechnungsdaten beruhten, fehlten einige Informationen: welche Telefonate von einem Auto aus geführt wurden, ob ein Mobiltelefon unmittelbar vor einem tödlichen Autounfall benutzt wurde, wie viele Stunden eine Person Auto fuhr und der Zusammenhang zwischen gefahrenen und telefonierten Stunden.

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel