Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

DNA damage in rat lymphocytes treated in vitro with iron cations and exposed to 7 mT magnetic fields (static or 50 Hz). med./bio.

[DNA-Schaden in Ratten-Lymphozyten, die in vitro mit Eisen-Kationen behandelt wurden und bei 7 mT Magnetfeldern exponiert wurden (statisch oder 50 Hz)].

Veröffentlicht in: Mutation Research - Fundamental and Molecular Mechanism of Mutagenesis 2000; 453 (1): 89-96

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Hypothese überprüft werden, dass eine Exposition von Zellen (isolierte Ratten-Lymphozyten) bei 50 Hz oder statischen Magnetfeldern und gleichzeitiger Behandlung mit einem bekannten Oxidationsmittel, Eisenchlorid (FeCl2), die oxidative Schädigung der DNA-Moleküle beeinflussen könnte.

Hintergrund/weitere Details

Während der Magnetfeld-Exposition wurde ein Teil der Zell-Proben mit 0.01 µM H2O2 und ein anderer mit 10 µg/ml FeCl2 behandelt. Der Rest diente als Kontrollen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Expositionsdauer: kontinuierlich für 3 Stunden
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 3 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 3 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau Lymphocyte suspensions were exposed to magnetic field in a small water bath (37°C) which was placed inside the coils. Control samples kept in water bath outside the coil.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 7 mT nicht spezifiziert gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 3 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 7 mT nicht spezifiziert gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Lymphozyten-Exposition bei einem 7 mT Magnetfeld erhöhte nicht die Anzahl der Zellen mit DNA-Schaden. Die Inkubation der Lymphozyten mit FeCl2 erzeugte ebenfalls keinen nachweisbaren DNA-Schaden.
Wurden die FeCl2-inkubierten Lymphozyten allerdings gleichzeitig bei einem 7 mT Magnetfeld exponiert, war die Anzahl der geschädigten Zellen signifikant erhöht (über 20% bei dem statischen Magnetfeld und über 15% bei dem Netzfrequenz (50 Hz)-Magnetfeld). Von den Kontroll-Proben hatten 97% der Zellen keinen DNA-Schaden.
Zurzeit ist es nicht möglich, eine sinnvolle Erklärung für diese Ergebnisse anzubieten (für den hohen Anstieg bei der Anzahl der Lymphozyten, die Symptome von einem DNA-Schaden nach gleichzeitiger Exposition zeigten). Die Autoren nehmen an, dass unter dem Einfluss einer gleichzeitigen Exposition von FeCl2 und dem statischen Magnetfeld oder 50 Hz Magnetfeld, die Anzahl der reaktiven Sauerstoffspezies, erzeugt durch Eisen-Kationen, beachtlich ansteigen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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