Studienübersichten

Mobilfunk-relevante Arbeiten sind solche mit Mobilfunk-Exposition, d.h.

Experimentelle Studien zu Mobilfunk

1343 Studien insgesamt
  1. 539 Studien
  2. 419 Studien
  3. 414 Studien
  4. 177 Studien
  5. 153 Studien
  6. 85 Studien

Gesundheit

539 Studien insgesamt
  1. 115 Studien
  2. 56 Studien
  3. 48 Studien
  4. 46 Studien
  5. 44 Studien
  6. 44 Studien
  7. 44 Studien
  8. 42 Studien
  9. 42 Studien
  10. 39 Studien
  11. 24 Studien
  12. 20 Studien
  13. 19 Studien
  14. 18 Studien
  15. 11 Studien
  16. 6 Studien
  17. 4 Studien

Wirkungen auf die Haut 19 Studien insgesamt

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Die Haut ist das Organ, das bei der Nutzung eines Mobiltelefons den von diesen emittierten elektromagnetischen Feldern am nächsten liegt. Deswegen ist die Haut von allen Körpergeweben das Organ, das den höchsten elektrischen Feldstärken und magnetischen Flussdichten ausgesetzt wird.

Bei der Nutzung eines Handys im D-Netz und einer engen Anlehnung an die Kopfhaut können zum Beispiel Feldstärken bis zu 100 V/m und magnetische Flussdichten bis zu 0,15 µT (magnetische Flussdichte: 0,12 A/m) auftreten. Trotzdem wird in der Haut wegen ihrer relativ niedrigen dielektrischen Leitfähigkeit nur eine geringe Energie absorbiert, weshalb der sogenannte SAR-Wert in den Hautschichten nur ein Bruchteil des SAR-Wertes der darunter liegenden Muskulatur beträgt.

Die Gründe dafür, warum verschiedene Forschergruppen das Organ Haut untersuchen, sind vielseitig. Einige Forschergruppen verfolgen die Hypothese, dass elektromagnetische Felder Hautkrebs erregen können, da die häufigsten Ursachen für Hautkrebs ionisierende Strahlung und UV-Strahlen (also im weitesten Sinne auch elektromagnetische Felder) sind. Wiederum andere erklären die Haut zu dem Organ, das am meisten exponiert wird, ohne dass sie weiter darauf eingehen, was das bedeutet. Manche Forschergruppen sehen die Haut grundsätzlich als eine mögliche Angriffsfläche für schädliche Stoffe (Noxen) aus der Umwelt an und untersuchen sie deswegen.

Durch die Untersuchung von Patienten mit atopischer Dermatitis verspricht man sich zudem Aufschlüsse darüber, ob sensitive Gruppen grundsätzlich anders oder empfindlicher auf elektromagnetische Befeldung reagieren als Gesunde.

Es gibt im Verglich zu anderen Endpunkten nur relativ wenige Studien, die in vivo das Organ Haut exponiert und untersucht haben. In den vorliegenden Studien wurde entweder die kranke Haut von Patienten oder die gesunde Haut von Tieren untersucht. Bei der Untersuchung von Patienten mit atopischer Dermatitis wurde bevorzugt die Immunantwort dieser sensitiven Gruppe untersucht, im Tierexperiment ging es um morphologische und histologische Parameter sowie um die Ko-Karzinogenese.

Neben den aufgeführten in vivo-Studien gibt es auch in vitro-Studien, die die Wirkung auf Haut-Zellen (z.B. Fibroblasten oder Keratinozyten) untersucht haben, z.B.:

Bei diesen Untersuchungen steht meist die Stress-Reaktion der Zellen im Vordergrund (z.B. Induktion von Hitzeschock-Proteinen, Apoptose, Zytotoxizität und Zellmorphologie).

Eine Aussage zu den möglichen Wirkungen von Mobilfunk-relevanten elektromagnetischen Feldern auf die Haut ist derzeit nicht möglich. Neben den grundsätzlichen Schwierigkeiten, von den Ergebnissen aus in vitro-Experimenten oder Tierexperimenten auf eine mögliche Wirkung beim Menschen zu schließen, sind die derzeit vorliegenden Studien weder in Hinblick auf die Exposition noch auf das untersuchte System (Zellen, Tiere, Mensch) noch auf die Endpunkte ausreichend vergleichbar (siehe hier).

In einigen Studien konnten verschiedene Wirkungen (z.B. histologische Veränderungen, Hinweise auf Zellschäden, Immunreaktion) auf die Haut bzw. Haut-Zellen (in vitro-Untersuchungen) nachgewiesen werden. Andere Studien fanden keinerlei Hinweise auf eine Wirkung. Replikationsstudien liegen zu keiner Studie vor. Die relativ geringe Zahl an Studien könnte zudem Ursache dafür sein, dass bisher kein Review, d.h. eine umfassende Bewertung von Experten zu den Wirkungen von elektromagnetischen Feldern auf die Haut vorliegt.