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Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Psychological effects of chronic exposure to 50 Hz magnetic fields in humans living near extra-high-voltage transmission lines.

[Psychologische Effekte chronischer Exposition mit 50 Hz Magnetfelder bei in der Nähe von sehr starken Hochspannungsleitungen lebenden Menschen].

Veröffentlicht in: Bioelectromagnetics 1997; 18 (8): 584-594

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Querschnittsstudie in Neuseeland wurde der Zusammenhang zwischen der Exposition bei Magnetfeldern von Hochspannungsfreileitungen und die psychologische und seelische Gesundheit untersucht.

Weitere Details

Die Teilnehmer nahmen an folgenden neuropsychologischen Tests teil: Digit-Span-Test, Zahlenverbindungstest, Zahlen-Symbol-Test, Symbol-Zahlen-Modalitäts-Test, Aufmerksamkeits-Belastungs-Test, selektiver Erinnerungs-Test und visueller Gedächtnis-Test. Außerdem füllten sie die Fragebögen zur Lebensveränderung und zur Gesundheit (28 Punkte) aus.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

  • Messung: magnetische Flussdichte an drei Plätzen in jedem Raum, in dem der Teilnehmer durchschnittlich eine Stunde oder mehr pro Tag verbringt
  • Berechnung: durchschnittliche Exposition: arithmetischer Mittelwert aller Messungen in den 2 oder 3 Räumen, in denen der Teilnehmer eine Stunde oder mehr pro Tag durchschnittlich verbrachte. Zeitlich integrierte Exposition: Multiplikation der geschätzten durchschnittlich in jedem Raum verbrachten Stunden mit den Messungen in diesem Raum und Aufsummieren über die Räume, in denen der Teilnehmer eine Stunde oder mehr pro Tag durchschnittlich verbrachte

Expositionsgruppen

Referenzgruppe 1 1. Quintil, Mittelwert der Exposition: 0,057 µT; mittlere zeitintegrierte Exposition: 0,640 µT-Stunde
Gruppe 2 2. Quintil, Mittelwert der Exposition: 0,209 µT; mittlere zeitintegrierte Exposition: 20756 µT-Stunde
Gruppe 3 3. Quintil, Mittelwert der Exposition: 0,392µT; mittlere zeitintegrierte Exposition: 5,333 µT-Stunde
Gruppe 4 4. Quintil, Mittelwert der Exposition: 0,766 µT; mittlere zeitintegrierte Exposition: 10,579µT-Stunde
Gruppe 5 5. Quintil, Mittelwert der Exposition: 1,944 µT; mittlere zeitintegrierte Exposition: 30,761 µT-Stunde

Population

  • Gruppe:
    • Männer
    • Frauen
  • Alter: 18–70 Jahre
  • Merkmale: Hausbewohner in Straßen, über die Hochspannungsfreileitungen führen
  • Beobachtungszeitraum: nicht angegeben
  • Studienort: Neuseeland (Auckland)

Studiengröße

Anzahl auswertbar 540
Statistische Analysemethode:
  • multiple lineare Regressionsanalyse
( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die Leistung in den meisten Gedächtnis- und Aufmerksamkeits-Tests der Teilnehmer, die in der Nähe einer Hochspannungsfreileitung wohnen, hängen nicht mit der Magnetfeld-Exposition zusammen, es wurden jedoch signifikante lineare Dosis-Wirkungsbeziehungen zwischen der Exposition und einigen psychologischen und seelischen Gesundheits-Variablen gefunden. Insbesondere hing die höhere zeitlich integrierte Exposition mit schlechteren Leistungen im Coding-Test und mit mehr gesundheitlichen Beschwerden (Angst, körperliche Symptome, Depression) zusammen. Diese Zusammenhänge waren unabhängig von der Meinung der Teilnehmer über die Wirkungen von elektromagnetischen Feldern.

Studie gefördert durch

  • nicht angegeben/keine Förderung

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