Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of 50 Hz extremely low frequency magnetic field on the morphology and function of boar spermatozoa capacitated in vitro. med./bio.

[Wirkungen von einem extrem niederfrequenten 50 Hz Magnetfeld auf die Morphologie und Funktion von Eber-Spermatozoen, die in vitro kapazitiert wurden].

Veröffentlicht in: Theriogenology 2007; 67 (4): 801-815

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte die Wirkung einer akuten Exposition bei einem sinusförmigen extrem niederfrequenten Magnetfeld (50 Hz, 1 mT) auf das Vermögen von reifen Eber-Spermatozoen untersucht werden, in vitro die Befruchtungs-Kompetenz zu erwerben.

Hintergrund/weitere Details

Die Samen-Proben wurden von drei Ebern gesammelt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 h, 2 h oder 4 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 h, 2 h oder 4 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 30 cm long solenoid with an inner diameter of 12.5 cm and 8 turns/cm wound on a PVC cylinder; samples placed on a Plexiglas plane in the center of the solenoid; B-field homogeneity 2.2% in the exposure area
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT - gemessen - -

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die extrem niederfrequente Magnetfeld-Exposition beeinflusste nicht die Spermien-Lebensfähigkeit und die Morphologie während der ersten Expositions-Stunde, wohingegen die Spermien-Calcium-Homöostase schon beeinträchtigt war. Exponierte Spermatozoen zeigten im Vergleich zu den Kontrollen signifikant geringere intrazelluläre Calcium-Gehalte im Ruhezustand. Das Ergebnis war abhängig von einer geringeren extrazellulären Calcium-Aufnahme (wie durch eine geringere Aufnahme von Calcium-45 gezeigt wurde). Darüber hinaus zeigten exponierte Spermatozoen eine parallele Verminderung im intrazellulären Calcium-Speicher, wie durch eine verminderte Calcium-Freisetzung (eingeleitet durch die Gabe von Thapsigargin) und durch die fortschreitende Reduzierung der Mitochondrien-Aktivität bestätigt werden konnte. Als Folge wiesen die Zellen nach einer Stunde Exposition eine verminderte Spermienmotilität auf sowie eine mäßige Reaktivität bei Co-Inkubation mit gelöster Zona pellucida und eine Verminderung in der Fähigkeit, Eizellen zu penetrieren. Zusätzlich trat nach zwei- und vierstündiger Exposition ein morphologischer Schaden an der Zellmembran und auf Akrosom-Ebene auf.
Es wird geschlussfolgert, dass ein extrem niederfrequentes Magnetfeld erst durch Störung der Calcium-Homöostase der Zelle, gefolgt von einer drastischen Beeinträchtigung der Spermien-Morphologie und -Funktion negativ die Spermatozoen beeinflusst.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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