Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Metamorphosis delay in Xenopus laevis (Daudin) tadpoles exposed to a 50 Hz weak magnetic field. med./bio.

[Verzögerung der Metamorphose in Xenopus laevis (Daudin)-Kaulquappen, exponiert bei einem schwachen 50 Hz-Magnetfeld].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2010; 86 (1): 37-46

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die Studie wurde durchgeführt, um zu beweisen, dass eine Exposition bei einem relativ schwachen extrem niederfrequenten Magnetfeld die Kaulquappen-Entwicklung verzögert.

Hintergrund/weitere Details

Zwei Kohorten mit 35 Kaulquappen wurden während ihrer unreifen Phase (gesamtes Larven-Stadium) bei zwei verschiedenen magnetischen Flussdichten exponiert und zwei vergleichbare Kohorten dienten als Kontrollen. Das Experiment wurden dreimal (mit Nachkommen von drei verschiedenen Frosch-Paaren) wiederholt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 60 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 60 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 1.6 m long solenoid with an internal diameter of 0.4 m, equipped with a wooden board along its axis without direct contact to the walls to support the glass aquariums; aquariums positioned symetrically to the solenoid's center
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 63,9 µT Effektivwert gemessen - Minimalwert
magnetische Flussdichte 76,4 µT Effektivwert gemessen - Maximalwert

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse zeigten, dass eine anhaltende Exposition (über 60 Tage) einer Kohorte Kaulquappen bei einem extrem niederfrequenten Magnetfeld von 50 Hz eine signifikante Verminderung der durchschnittlichen Entwicklungsrate der Kaulquappen von 0,05 Stadien/Tag während des gesamten Larven-Stadiums bewirkt, was bei den exponierten Kaulquappen im Vergleich zu den Kontrollen einen Anstieg von 2,5 Tagen bei der durchschnittlichen Reifungszeit mit sich brachte. Die Reifungs-Raten der exponierten Kaulquappen und der Kontrollen veränderte sich im Verlauf der Reifungs-Periode. Sterblichkeit, Missbildungen oder teratogene Wirkungen wurden bei den exponierten reifen Kaulquappen nicht beobachtet.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine anhaltende Exposition von Xenopus laevis-Kaulquappen bei einem relativ schwachen 50 Hz-Magnetfeld eine subletale Wirkung verursacht, die ihre Entwicklungsrate als Larve verlangsamt und ihre Metamorphose verzögert.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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