Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Mobile phone radiation induces mode-dependent DNA damage in a mouse spermatocyte-derived cell line: a protective role of melatonin. med./bio.

[Mobiltelefon-Felder führen abhängig von der Betriebsart zu DNA-Schäden in einer von Spermatozyten abgeleiteten Zelllinie der Maus: Eine Schutzfunktion von Melatonin].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2013; 89 (11): 993-1001

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob die Exposition bei elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen einen DNA-Schaden in männlichen Keimzellen der Maus hervorrufen kann und es sollte die mögliche schützende Wirkung von Melatonin untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die folgenden Zellkultur-Gruppen wurden untersucht: Schein-Exposition, 2.) Mobiltelefon-Exposition im "Standby-Modus", 3.) Mobiltelefon-Exposition im "Hör-Modus", 4.) Mobiltelefon-Exposition im "Angewählter-Modus", 5.) Mobiltelefon im "Wahl-Modus", 6.) Mobiltelefon im "Wahl-Modus" + 200 nM Melatonin und 7.) Positivkontrolle (Zugabe von 0,5 mM Methylmethansulfonat, ein Karzinogen).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1:
Modulationsart: gepulst
Exposition 2:
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 Min. alle 20 Min. für 24 Stunden
Hör-Modus
Exposition 3:
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 Min. alle 20 Min. für 24 Stunden
Angewählter-Modus
Exposition 4:
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 1 Min. alle 20 Min. für 24 Stunden
Wahl-Modus

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Signalform
Zusatzinfo Standby-Modus
Modulation
Modulationsart gepulst
Tastgrad 12,5 %
Folgefrequenz 217 Hz
Pulsart rechteckig
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau mobile phone was placed under the Petri dishes at a distance of 50 mm in the CO2 incubator with its front side facing up towards the bottom of the dish; dishes were located in the middle of the phone at the vertical axis
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo cell phone switched on without any active calls
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 0,008 µW/cm² - berechnet und gemessen - ±0.005
magnetische Flussdichte 0,0007 µT Mittelwert gemessen - ±0,0001 (für die 217 Hz-Komponente)
magnetische Flussdichte 0,001 µT Maximum gemessen - ±0,0002 (für die 217 Hz-Komponente)
SAR 0,813 W/kg Maximum - Ganzkörper nach Hersteller-Angaben höchster Wert
SAR 0,585 W/kg Maximum - Teilkörper nach Hersteller-Angaben (höchster Wert für den menschlichen Kopf)

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Signalform
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 Min. alle 20 Min. für 24 Stunden
Zusatzinfo Hör-Modus
Modulation
Modulationsart gepulst
Tastgrad 12,5 %
Folgefrequenz 217 Hz
Pulsart rechteckig
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo a call was receveid (playing music), automatically accepted and ended automatically after 1 min.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 5,9 µW/cm² - berechnet und gemessen - ±1.16
magnetische Flussdichte 4,159 µT Mittelwert gemessen - ±0,627 (für die 217 Hz-Komponente)
magnetische Flussdichte 32,853 µT Maximum gemessen - ±4,95 (für die 217 Hz-Komponente)
SAR 0,813 W/kg Maximum - Ganzkörper nach Hersteller-Angaben höchster Wert
SAR 0,585 W/kg Maximum - Teilkörper nach Hersteller-Angaben (höchster Wert für den menschlichen Kopf)

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Signalform
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 Min. alle 20 Min. für 24 Stunden
Zusatzinfo Angewählter-Modus
Modulation
Modulationsart gepulst
Tastgrad 12,5 %
Folgefrequenz 217 Hz
Pulsart rechteckig
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo a call was not accepted and ended automatically after 1 min
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 11,69 µW/cm² - berechnet und gemessen - ±2,17
magnetische Flussdichte 7,631 µT Mittelwert gemessen - ±1,225 (für die 217 Hz-Komponente)
magnetische Flussdichte 60,728 µT Maximum gemessen - ±8,874 (für die 217 Hz-Komponente)
SAR 0,813 W/kg Maximum - Ganzkörper nach Hersteller-Angaben höchster Wert
SAR 0,585 W/kg Maximum - Teilkörper nach Hersteller-Angaben (höchster Wert für den menschlichen Kopf)

Exposition 4

Hauptcharakteristika
Frequenz
Typ
Signalform
Expositionsdauer kontinuierlich für 1 Min. alle 20 Min. für 24 Stunden
Zusatzinfo Wahl-Modus
Modulation
Modulationsart gepulst
Tastgrad 12,5 %
Folgefrequenz 217 Hz
Pulsart rechteckig
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo outgoing call, but not accepted by the dialed phone for 1 min
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 12,2 µW/cm² - berechnet und gemessen - ±1,84
magnetische Flussdichte 7,611 µT Mittelwert gemessen - ±0,677 (für die 217 Hz-Komponente)
magnetische Flussdichte 62,407 µT Maximum gemessen - ± 5,466 (für die 217 Hz-Komponente)
SAR 0,813 W/kg Maximum - Ganzkörper nach Hersteller-Angaben höchster Wert
SAR 0,585 W/kg Maximum - Teilkörper nach Hersteller-Angaben (höchster Wert für den menschlichen Kopf)

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Der DNA-Schaden war in den Mobiltelefon-exponierten Zellkulturen (Gruppe 3, 4, 5) im Vergleich zur Schein-Exposition und zum Standby-Modus signifikant erhöht. Außerdem war der DNA-Schaden in den Zellkulturen im Angewählt-Modus und im Wahl-Modus signifikant größer als im Hör-Modus-exponierten Zellkulturen. Eine Behandlung mit Melatonin verhinderte diese Expositions-Wirkung.
Die Daten deuten darauf hin, dass die Exposition bei elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen einen DNA-Schaden in männlichen Keimzellen der Maus hervorrufen und Melatonin eine schützende Wirkung haben könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel