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Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of radiofrequency electromagnetic waves (RF-EMW) from cellular phones on human ejaculated semen: an in vitro pilot study.

[Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Wellen (RF-EMW) von Mobiltelefonen auf den humanen ejakulierten Samen: Eine in vitro-Pilotstudie].

Veröffentlicht in: Fertil Steril 2009; 92 (4): 1318-1325

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen während des Sprech-Modus auf unverarbeiteten (unverdünnten) ejakulierten menschlichen Samen untersucht werden.
Hintergrund/weitere Details: Es wurden Samen-Proben von normalen gesunden Spendern (n=23) und unfruchtbaren Patienten (n=9) verwendet. Die Samen-Proben wurden in zwei Aliquots geteilt (für die Exposition und Schein-Exposition). Analysen wurden zwischen den insgesamten exponierten und nicht-exponierten Proben durchgeführt sowie getrennt nach Patienten- und Spender-Proben.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 850 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 60 min
Exposition 1
Hauptcharakteristika
Frequenz 850 MHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 60 min
Modulation
Modulationsart gepulst
Zusatzinfo GSM in talk mode
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 2,5 cm
Kammer Both samples (aliquots) were kept at room temperature.
Aufbau The mobile phone had a loop-shaped, omni-directional antenna on the top of its back that was kept at 2.5 cm from each sample.
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo Unexposed (control) aliquots were kept under identical conditions but without RF exposure [Oktem et al., 2005].
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 1 W Maximum - - -
Leistungsflussdichte 40 µW/cm² Maximum gemessen - 1-40 µW/cm²
SAR 1,46 W/kg Maximum - - -
Zusätzliche Parameterdetails
Power density in the control condition was 0.01-0.1 µW/cm².
Mess- und Berechnungsdetails
Power density was monitored during basal condition (no radiation) and experimental condition (talk mode) throughout the experiment using a field strength meter. The frequency emitted was confirmed using an RF spectrum analyzer.
Referenzartikel
  • Oktem F et al. (2005): Oxidative damage in the kidney induced by 900-MHz-emitted mobile phone: protection by melatonin.

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Exponierte Proben zeigten eine signifikante Verminderung der Spermien-Motilität und -Lebensfähigkeit, einen Anstieg des Gehaltes reaktiver Sauerstoffspezies (in allen Gruppen: insgesamt, normale Spender, Patienten) und einen Abfall des "reaktiven Sauerstoffspezies - Gesamt-Antioxidationsmittel-Kapazitäts"-Scores (der Score war allerdings nicht signifikant, wenn die exponierten und nicht-exponierten Proben von Spendern und Patienten verglichen wurden). Die Werte der Gesamt-Antioxidationsmittel-Kapazität und des DNA-Schadens zeigten keine signifikaten Unterschiede von der nicht-exponierten Gruppe.
Es wird geschlussfolgert, dass von Handys emittierte hochfrequente elektromagnetische Felder zu oxidativem Stress im menschlichen Samen führen. Die Autoren spekulieren, dass das Aufbewahren von Handys in der Hosentasche im Sprech-Modus (z.B. während der Nutzung von Bluetooth) negativ die Spermatozoen beeinflussen und die männliche Fertilität stören könnte. Allerdings ist das Handy von den männlichen Reproduktions-Organen durch mehrere Gewebe-Schichten voneinander getrennt, so dass das Hochrechnen der Wirkungen, die unter in vitro-Bedingungen gefunden wurden, auf Bedingungen im wirklichen Leben weitere Studien erfordert.
Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

  • Center for Reproductive Medicine, Glickman Urological and Kidney Institute, Cleveland Clinic, Cleveland, Ohio

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