Studientyp: Epidemiologische Studie

Association Between Maternal Exposure to Magnetic Field Nonionizing Radiation During Pregnancy and Risk of Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder in Offspring in a Longitudinal Birth Cohort. epidem.

[Zusammenhang zwischen mütterlicher Exposition bei nichtionisierender Magnetfeld-Strahlung während der Schwangerschaft und dem Risiko einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Nachkommen in einer longitudinalen Geburtskohorte].

Veröffentlicht in: JAMA Netw Open 2020; 3 (3): e201417

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in den USA durchgeführten Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der mütterlichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern während der Schwangerschaft und dem Risiko von ADHS bei den Kindern untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 mütterliche Exposition bei Magnetfeldern, 24-Stunden-Messung: < 0,13 µT (90. Perzentil)
Gruppe 2 mütterliche Exposition bei Magnetfeldern, 24-Stunden-Messung: ≥ 0,13 µT (90. Perzentil)

Population

Studiengröße

Typ Wert
Anzahl geeignet 1.482
Anzahl auswertbar 1.454
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Kinder, deren Mütter stärker bei Magnetfeldern (Gruppe 2) während der Schwangerschaft exponiert waren, hatten ein mehr als doppelt so hohes Risiko für ADHS (HR 2,01; KI 1,06-3,81) im Vergleich zu Kindern, deren Mütter geringer exponiert (Gruppe 1) waren. Der Zusammenhang war stärker für ADHS, die auch noch in der Jugend (≥ 12 Jahre) bestand (HR 3,38; KI 1,43-8,02). Bei der Untersuchung der ADHS-Arten wurde ein Zusammenhang vor allem bei ADHS mit immunologischen Begleiterkrankungen (Asthma und atopisches Ekzem) für alle ADHS-Fälle (HR 4,57; KI 1,61-12,99) und für andauernde Fälle von ADHS (HR 8,27; KI 1,96-34,79) beobachtet.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Studie darauf hindeutet, dass eine stärkere mütterlichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für ADHS bei den Kindern zusammenhing, insbesondere für ADHS mit immunlogischer Begleiterkrankung.

Studie gefördert durch

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