Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Maternal exposure to magnetic fields during pregnancy in relation to the risk of asthma in offspring. epidem.

[Mütterliche Exposition bei Magnetfeldern während der Schwangerschaft in Bezug auf das Risiko von Asthma bei den Nachkommen].

Veröffentlicht in: Arch Pediatr Adolesc Med 2011; 165 (10): 945-950

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde eine prospektive Kohortenstudie in den USA durchgeführt, um die Beziehung zwischen der mütterlichern Exposition bei Magnetfeldern während der Schwangerschaft und dem Risiko von Asthma bei ihren Kindern zu untersuchen.

Weitere Details

Die vorliegende Studie basiert auf der Kohortenstudie, die zur Untersuchung der Wirkung der Exposition bei elektromagnetischen Feldern auf das Risiko von Fehlgeburt bei schwangeren Frauen der Krankenkasse Kaiser Permanente im Zeitraum von 1996 bis 1998 durchgeführt wurde (Li et al (2002)). Nach der Geburt wurden die Kinder bis zum Alter von 13 Jahren beobachtet, ob die Diagnose Asthma auftrat. Um als Asthmatiker berücksichtigt zu werden, musste das Kind eine klinische Diagnose von Asthma mindestens zweimal innerhalb eines Jahres erhalten haben.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Hazard-Rate)

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 mütterliche Exposition bei Magnetfeldern, 24-Stunden-Messung: niedrig, ≤ 0,03 µT
Gruppe 2 mütterliche Exposition bei Magnetfeldern, 24-Stunden-Messung: mittel, > 0,03 - 0,2 µT
Gruppe 3 mütterliche Exposition bei Magnetfeldern, 24-Stunden-Messung: hoch, > 0,2 µT

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 829
Anzahl auswertbar 626
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde eine statistisch signifikante lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen der Höhe der mütterlichen Magnetfeld-Exposition während der Schwangerschaft und dem Risiko von Asthma bei ihren Kindern beobachtet. Der Anstieg um 0,1 µT bei der mütterlichen Magnetfeld-Exposition stand im Zusammenhang mit einem um 15 % erhöhten Risiko von Asthma bei den Kindern (adjustierte Hazard-Rate: 1,15; KI 1.04-1,27). Bei der Einteilung der Exposition in Kategorien wiesen die Ergebnisse dieselbe Dosis-Wirkungs-Beziehung auf: verglichen mit Kindern, deren Mütter gering (< 0,03 µT) während der Schwangerschaft exponiert waren, hatten Kinder, deren Mütter einer hohen Magnetfeldstärke (> 0,2 µT) ausgesetzt waren, ein um mehr als 3,5fach erhöhtes Risiko von Asthma. Im Vergleich dazu hatten Kindern, deren Mütter einer mittleren Magnetfeldstärke ausgesetzt waren, ein um 74 % erhöhtes Risiko für Asthma. Es wurde eine statistisch signifikante synergistische Wechselwirkung zwischen der Wirkung des Magnetfelds und mütterlichem Asthma sowie der Geburtsfolge (Erstgeborene) beobachtet.
Die Autoren schlussfolgern, dass ihre Ergebnisse einen neuen epidemiologischen Hinweis darauf liefern, dass hohe mütterliche Magnetfeld-Exposition während der Schwangerschaft das Risiko von Asthma bei ihren Nachkommen erhöhen könnte.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Exposition bei Magnetfeldern wurde nur einmal 24 Stunden lang gemessen.

Studie gefördert durch

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