Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect of immobilization and concurrent exposure to a pulse-modulated microwave field on core body temperature, plasma ACTH and corticosteroid, and brain ornithine decarboxylase, Fos and Jun mRNA. med./bio.

[Wirkung der Immobilisierung und gleichzeitigen Exposition gegenüber einem pulsmodulierten Mikrowellenfeld auf die Körperkerntemperatur, Plasma-ACTH und Kortikosteroid sowie Gehirn-Ornithindecarboxylase, Fos und Jun-mRNA].

Veröffentlicht in: Radiat Res 2001; 155 (4): 584-592

Ziel der Studie (lt. Autor)

Durch die Untersuchung sollte bestimmt werden, ob eine Nahfeld-Hochfrequenz-Befeldung eine Stress-Antwort auslösen kann.
Die Ziele der Studie waren 1) ob eine "lockere" Immobilisation (etwas Bewegung möglich) von Ratten, die zur genauen Bestimmung des Expositions-Ausmaßes im Nahfeld notwendig ist, eine Stress-Reaktion bei den Tieren auslöst, 2) ob eine Hochfrequenz-Exposition des Kopfes im Nahfeld eine größere Stress-Reaktion auslöst im Vergleich zu schein-exponierten immobilisierten Tieren und 3) ob ein Schwellenwert für Hochfrequenz-Exposition des Ratten-Gehirns im Nahfeld durch Untersuchung von molekularen Stress-Markern festgestellt werden kann.

Hintergrund/weitere Details

Es wurden die Wirkungen von "lockerer" Immobilisation mit und ohne vorheriger Konditionierung untersucht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1,6 GHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1,6 GHz
Charakteristik
Expositionsdauer kontinuierlich für 2 Stunden
Modulation
Modulationsart gepulst
Pakete pro Sekunde 11
Zusatzinfo

Iridium protocol

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 5 cm
Kammer Carousel containing 10 cylindrical PVC tubes arranged radially around a central antenna (see reference article).
Aufbau Animals were loosely restrained in the PVC cylindrical tubes. Clear acrylic pins were placed vertically behind the animal to prevent backward mobility. Only five animals at a time were placed in every other tube for symmetry. The field-exposure and the sham-exposure carousels were located in the same rack.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,6 W/kg Mittelwert über Zeit berechnet Gehirn -
SAR 1,6 W/kg Mittelwert über Zeit berechnet Gehirn -
SAR 5 W/kg Mittelwert über Zeit berechnet Gehirn -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse deckten auf, dass Iridium-modulierte Mikrowellen-Felder bei Gehirn-SAR-Werten bis 5 W/kg keine Stress-Reaktion in Hinblick auf erhöhte Körperkerntemperatur, Plasma-ACTH und Corticosteroiden, oder ODC, Fos und Jun mRNA-Gehalte bei Ratten, die "locker" immobilisiert wurden, hervorrufen können (im Vergleich zu schein-exponierten "locker" immobilisierten Tieren).
Allerdings wiesen die nicht-trainierten Ratten eine signifikante Stress-Reaktion auf, wenn sie in die Röhren-Immobilisations-Apparatur gesetzt wurden. Diese Stress-Reaktion wurde klar als Kurzzeit-Erhöhung (weniger als 2 Stunden) bei dem Plasma-ACTH- und den Corticosteron-Gehalt gesehen sowie an einem vorübergehenden kleinen Anstieg der Körperkerntemperatur. Die Adaptation durch vorherige Konditionierung (Röhren-Training) dämpfte das Ausmaß und die Dauer der Stress-verbundenen Marker-Erhöhungen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das pulsmodulierte digitale Iridium-Hochfrequenz-Feld bei SAR-Werten bis 5 W/kg nicht in der Lage ist, die Stress-verbundenen Reaktionen zu ändern. Diese Schlussfolgerung wurde durch den Gebrauch einer hochfrequenten Feld-Expositions-Apparatur unterstützt, die Immobilisations-Stress minimiert.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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