Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Microwave radiation can alter protein conformation without bulk heating. med./bio.

[Mikrowellen-Befeldung kann die Protein-Konformation verändern ohne Masse-Erwärmung].

Veröffentlicht in: FEBS Lett 2003; 543 (1-3): 93-97

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollte untersucht werden, ob anhaltende Mikrowellen-Exposition direkt die Protein-Konformation in vitro beeinflussen kann (da Protein-Konformations-Veränderungen mit einer Gruppe menschlicher Krankheiten verbunden sind, den Amyloidpathien) und ob dies der beobachteten Hitzeschock-Protein-Expression unterliegen könnte.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1 GHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 3-48 h

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1 GHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 3-48 h
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau exposed plates placed centrally on the waveguide of the TEM cell
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 0,5 W - - - -
SAR 20 mW/kg - berechnet - 15-20 mW/kg

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Mikrowellen-Exposition verstärkt die Aggregation von Rinder-Serum-Albumin in einer Zeit- und Temperatur-abhängigen Art und Weise. Die Mikrowellen-Befeldung begünstigt ebenfalls die amyloide Fibrillen-Bildung durch Rinder-Insulin bei 60°C. Diese Veränderungen der Protein-Konformation werden nicht durch messbare Temperatur-Veränderungen begleitet. Die begrenzte Denaturierung zellulärer Proteine könnte frühere Beobachtungen (Publikation 4466) erklären, dass mäßige Hitzeschock-Reaktionen bei Caenorhabditis elegans durch Mikrowellen-Exposition hervorgerufen werden. Es wird auch gezeigt, dass Hitzeschock-Reaktionen, sowohl auf Wärme als auch auf Mikrowellen, nach RNA-Interferenz, die die Funktion des Hitzeschock-Transkriptionsfaktors abschaltet, unterdrückt werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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