Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effect of alternating the magnetic field on phosphate metabolism in the nervous system of Helix pomatia. med./bio.

[Wirkung magnetischer Wechselfelder auf den Phosphat-Stoffwechsel im Nervensystem von Helix pomatia].

Veröffentlicht in: Biol Res 2010; 43 (2): 243-250

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen eines extrem niederfrequenten Magnetfelds auf den Stoffwechsel des Nervensystems der Weinbergschnecke Helix pomatia untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Für die 31P-NMR-Spektroskopie-Untersuchung wurden 20 Schnecken exponiert (10 Schnecken für sieben Tage und 10 Schnecken für 16 Tage) und acht Schnecken wurden für sieben Tage schein-exponiert. Für die biochemischen Analysen wurden drei Schnecken für sieben Tage und vier Schnecken für 16 Tage exponiert (die Kontrollgruppe bestand aus fünf Schnecken).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 7 oder 16 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 7 oder 16 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 20 cm
Aufbau solenoid with a regular laminated transformer core and pole dimensions of 9.5 cm x 9.5 cm used as electromagnet; snails were placed in a 26 cm x 43 cm x 15 cm polycarbonate box in front of the magnet
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,5 mT Mittelwert über Zeit gemessen - in der Mitte der Kiste

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Exposition der Schnecken bei dem extrem niederfrequenten Magnetfeld für die Dauer von sieben Tagen verschob den intrazellulären pH-Wert in Richtung alkalischer Bedingungen und erhöhte die Aktivität der untersuchten, am Phosphat-Umsatz beteiligten Enzyme. Eine anhaltende Exposition für die Dauer von 16 Tagen verursachte im Vergleich zu der siebentägigen Exposition eine Verminderung bei den Phosphocreatin- und den ATP-Werten und verminderte die Enzymaktivitäten.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Exposition bei dem extrem niederfrequenten Magnetfeld für die Dauer von sieben Tagen den insgesamten Phosphat-Umsatz im Nervensystem der Schnecke erhöht, wohingegen nach einer anhaltenden Exposition der Phosphat-Stoffwechsel an die Exposition adaptiert.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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