Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The response of giant phospholipid vesicles to millimeter waves radiation. med./bio.

[Die Reaktion von Riesen-Phospholipid-Vesikeln auf Millimeterwellen-Befeldung].

Veröffentlicht in: Biochim Biophys Acta Biomembr 2009; 1788 (7): 1497-1507

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen von schwachen Millimeterwellen bei 53,37 GHz (wird als "therapeutische" Frequenz betrachtet) auf Membran-Modellsysteme (Riesen-Vesikel) untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Riesen-Vesikel haben eine Größe im Mikrometer-Bereich, d.h. ähnlich wie Zellen, und könnten die Membran-Eigenschaften und das "Verhalten", das in der Zellmembran auftritt, widerspiegeln.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 53,37 GHz
Expositionsdauer: 30 s, 1 min, 2 min oder 4 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 53,37 GHz
Typ
Charakteristik
Expositionsdauer 30 s, 1 min, 2 min oder 4 min
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Abstand zw. exponiertem Objekt und Expositionsquelle 8 cm
Aufbau conocal horn antenna fixed above the samples so that the incident angle of the radiation was 45°
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistung 39 mW - - - -
elektrische Feldstärke 20 V/m - gemessen - +/- 10 %
SAR 0,1 W/kg Minimum berechnet - -
SAR 0,5 W/kg Maximum berechnet - -
Leistungsflussdichte 0,1 mW/cm² - - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Ergebnisse zeigten physikalische Veränderungen der Vesikel (d.h. Ausdehnung), eine induzierte Diffusion des fluoreszierenden Farbstoffs und eine erhöhte Anziehung zwischen den Vesikeln. Diese Wirkungen waren reversibel und traten nur während der Befeldung auf. Da die Temperatur-Veränderungen sehr klein waren, können die Wirkungen keinen thermischen Mechanismen zugeschrieben werden.
Die Autoren vermuten, dass die Wechselwirkung von Millimeterwellen mit der Lipid-Doppelschicht zu Veränderungen der Membran-Wasser-Grenzschicht führt, wo geladene und dipolare Reste der Moleküle lokalisiert sind.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel