Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Risk of parotid malignant tumors in Israel (1970-2006). epidem.

[Risiko von bösartigem Ohrspeicheldrüsentumor in Israel (1970-2006)].

Veröffentlicht in: Epidemiology 2011; 22 (1): 130-131

Ziel der Studie (lt. Autor)

Die Inzidenz und die epidemiologischen Faktoren von Speicheldrüsen-Krebs einschließlich Ohrspeicheldrüsen-Krebs wurden in Israel untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Population

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die jährliche Inzidenz von Speicheldrüsen-Krebs betrug 0,8 Fälle pro 100 000 Einwohner. Von den insgesamt 1924 Fällen (1039 Männer und 885 Frauen) waren 60% in den Ohrspeicheldrüsen lokalisiert, 7% in den Unterkiefer-Speicheldrüsen, und weniger als 1% in den Unterzungen-Speicheldrüsen; die restlichen 33% waren als überlappend oder ohne nähere Angaben dokumentiert. Die Gesamtzahl an Ohrspeicheldrüsen-Krebs in Israel stieg von 1970 bis 2006 um das Vierfache (von 16 auf 64 Fälle/Jahr), während die anderen Arten von Speicheldrüsen-Krebs konstant blieben. Der steilste Anstieg trat nach 2001 auf, von durchschnittlich 37 Fällen mit Ohrspeicheldrüsen-Krebs pro Jahr vor 2001 auf 61 Fälle/Jahr danach; dabei änderte sich die Verteilung der Fälle nach Geschlecht, Alter oder Tumor-Art während dieses Zeitraums nicht wesentlich.
Die Israelis benutzen ihr Mobiltelefon sehr häufig mit einem sechsfachen Anstieg in der Nutzung von 1997 bis 2006. Daten zur individuellen Exposition bei Mobiltelefonen sind in den Krebsregister-Daten nicht enthalten, es kann kein kausaler Zusammenhang mit Ohrspeicheldrüsen-Krebs aus diesen Daten bestimmt werden. Weitere Forschung ist notwendig, um die Vielzahl an möglichen ätiologischen Faktoren zu untersuchen.

Studie gefördert durch

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