Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Cell-Phone Use and Self-Reported Hypertension: National Health Interview Survey 2008. epidem.

[Mobiltelefon-Nutzung und selbstberichteter Bluthochdruck: Nationaler Gesundheits-Interview-Survey 2008].

Veröffentlicht in: Int J Hypertens 2011: 360415

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie sollte der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Auftreten von Bluthochdruck in einer großen repräsentativen Stichprobe in den USA untersucht werden.

Weitere Details

Die Abschätzungen der Mobiltelefon-Nutzung und des Bluthochdrucks basierten auf selbstberichteten Fragebogen-Daten.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 keine Nutzung von Mobiltelefonen
Gruppe 2 vorwiegend Festnetz-Nutzung
Gruppe 3 Nutzung von Mobiltelefon und Festnetz
Gruppe 4 vorwiegend Mobiltelefon-Nutzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 21.781
Anzahl auswertbar 21.135
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

43,5 % der Teilnehmer verwendeten keine Mobiltelefone, während 13,8 % vorwiegend Mobiltelefone benutzten .
Die Ergebnisse des Vergleichs von Mobiltelefon-Nutzern mit Nichtnutzern zeigten, dass Mobiltelefon-Nutzung im umgekehrten Zusammenhang zu Bluthochdruck steht (OR 0,86; KI 0,75-0,98). Diese Ergebnisse waren unabhängig von Alter, Geschlecht, Rauchen, Alkohol-Konsum, Bildung, Body-Mass-Index und körperlicher Aktivität. Die umgekehrte Beziehung zwischen Mobiltelefon-Nutzung und Bluthochdruck war am stärksten bei Frauen, unter 60 Jahre, Weißen und mit einem BMI kleiner 25 kg/m² ausgeprägt.
Die Autoren schlussfolgerten, dass Mobiltelefon-Nutzung protektiv im Zusammenhang mit selbstberichtetem Bluthochdruck in einer nationalen, repräsentativen Stichprobe von Erwachsenen in den USA war.

Einschränkungen (lt. Autor)

Bluthochdruck wurde nicht durch Messung bestätigt. Es standen keine näheren Angaben zur Mobiltelefon-Nutzung (z.B. Haufigkeit und Dauer der Telefonate) zur Verfügung.

Studie gefördert durch

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