Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

A sentinel case series of cancer patients with occupational exposures to electromagnetic non-ionizing radiation and other agents. epidem.

[Eine Sentinel-Fall-Serie von Krebs-Patienten mit beruflicher Exposition bei nicht-ionisierenden elektromagnetischen Feldern und anderen Substanzen].

Veröffentlicht in: Eur J Oncol 2011; 16 (1): 21-54

Ziel der Studie (lt. Autor)

Eine Klinik in Israel berichtete über eine Fall-Serie von Krebs-Patienten mit beruflicher Exposition bei nichtionisierenden elektromagnetischen Feldern und anderen Substanzen. Dabei sollte die Hypothese untersucht werden, dass die Latenzzeiten für alle Tumor-Arten mit hoher Exposition in frühen Lebensjahren zusammenhängen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Anzahl geeignet 47

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Insgesamt wurde von 47 Krebs-Patienten (40 Männer und 7 Frauen) mit unterschiedlichen Krebs-Arten berichtet. 15 Patienten entwickelten Krebs nach einer Latenzzeit von weniger als 5 Jahren zwischen der ersten beruflichen Exposition bei elektromagnetischen Feldern und der Diagnose von Krebs, 12 Patienten nach einer Latenzzeit zwischen 5 und 10 Jahren und die verbleibenden Patienten wiesen längere Latenzzeiten auf. Viele Patienten waren jung (7 Patienten unter 20 Jahre und 17 Patienten zwischen 20 und 29 Jahren) und hatten extrem kurze Latenzzeiten, besonders bei hämatolymphatischen Tumoren und Hodenkrebs. Die Tatsache, dass die Latenzzeiten für Hodenkrebs sehr kurz, für hämatolymphatische Tumoren länger und für solide Tumoren noch länger waren, weist auf ein stimmiges und biologisch plausibles Muster der Latenzzeit in Bezug auf den Beginn der Exposition bei elektromagnetischen Feldern und den anderen Substanzen hin.

Einschränkungen (lt. Autor)

Die Fall-Serie beruht auf relativ wenigen Fällen. Die Exposition wurde durch Interviews abgeschätzt. Es wurden keine Messungen durchgeführt und keine anderen elektromagnetischen Feldquellen wie Mobiltelefon berücksichtigt.

Studie gefördert durch

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