Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational exposure to radio frequency/microwave radiation and the risk of brain tumors: Interphone Study Group, Germany. epidem.

[Berufliche Exposition bei Hochfrequenz/Mikrowellen und das Risiko für Hirntumor: Interphone-Studiengruppe, Deutschland].

Veröffentlicht in: Am J Epidemiol 2006; 164 (6): 538-548

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen beruflicher Exposition bei Hochfrequenz/Mikrowellen und dem Risiko für Hirntumor in dem deutschen Teil der Interphone-Studie untersucht.

Weitere Details

Die Exposition bei Hochfrequenz/Mikrowellen wurde mit einer Job-Exposure-Matrix ermittelt. Für jede Person wurde die wahrscheinliche Exposition basierend auf den Angaben zu Tätigkeiten und Dauer der jeweiligen Exposition berechnet. Hohe Exposition wurde als eine berufliche Exposition definiert, die die Hochfrequenz-/Mikrowellen-Expositions-Grenzwerte für die Bevölkerung in den Richtlinien der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection, ICNIRP (Publikation 3602) möglicherweise überschreitet.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Exposition insgesamt: keine/nicht wahrscheinliche Exposition
Gruppe 2 Exposition insgesamt: wahrscheinliche/hohe Exposition
Referenzgruppe 3 wahrscheinliche Exposition: keine Exposition
Gruppe 4 wahrscheinliche Exposition: nicht wahrscheinlich
Gruppe 5 wahrscheinliche Exposition: wahrscheinlich
Gruppe 6 wahrscheinliche Exposition: hoch
Referenzgruppe 7 Dauer der hohen Exposition: nicht hoch exponiert
Gruppe 8 Dauer der hohen Exposition: hoch exponiert < 10 Jahre lang
Gruppe 9 Dauer der hohen Exposition: hoch exponiert ≥ 10 Jahre lang

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 891 2.449
Teilnehmerzahl 747 1.535
Teilnehmerrate 84 % 63 %
Sonstiges:

366 Gliom-Fälle und 381 Meningiom-Fälle

Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

104 Personen wurden als wahrscheinlich bei Hochfrequenz/Mikrowellen exponiert und 87 Personen als hoch exponiert eingestuft. Es wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen beruflicher Exposition bei Hochfrequenz/Mikrowellen und dem Risiko für Hirntumor beobachtet. Ein leichter Anstieg des Risikos mit steigender Dauer und hoher Exposition wurde gefunden, dieses Ergebnis beruht jedoch auf niedrigen Fallzahlen.

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