Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Growth variations in OF1 mice following chronic exposure of parental and filial generations to a 15 µT, 50 Hz magnetic field. med./bio.

[Wachstums-Variationen bei OF1-Mäusen nach chronischer Exposition der Eltern- und Filial-Generationen bei einem 15 µT, 50 Hz-Magnetfeld].

Veröffentlicht in: Electromagn Biol Med 2012; 31 (1): 19-33

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer chronischen Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld auf das Wachstum der ersten Filialgeneration (F1) von Mäusen untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Elterngeneration (P1) wurde für 98 Tage exponiert, anschließend wurden sie unter Exposition in dem Feld gepaart, durchliefen die Trächtigkeit, Geburt, die Laktation und die Entwöhnung der Nachkommen. Die Nachkommen wurden bis zum Erreichen des Erwachsenenalters (220 Tage) exponiert.
Die Elterngeneration (21 Weibchen und 11 Männchen) wurden zufällig nach Geschlecht und Behandlung auf vier Gruppen verteilt: zwei Kontrollgruppen (10 Weibchen und 5 Männchen) und zwei Expositions-Gruppen (11 Weibchen und 6 Männchen). Die erste Filialgeneration-Kontrollgruppe bestand bis 21 Tage nach der Geburt aus 79-85 Tieren und in der Phase von Tag 21 bis zum Ende des Experiments (Tag 220) aus 37-39 Weibchen und 38-40 Männchen. Die erste Filialgeneration-Expositions-Gruppe bestand bis 21 Tage nach der Geburt aus 110-125 Tieren und in der Phase von Tag 21 bis zum Ende des Experiments aus 53-55 Weibchen und 53-55 Männchen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für bis zu 32 Wochen, siehe add. inforamtion

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für bis zu 32 Wochen, siehe add. inforamtion
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau pair of circular coils with a radius of 0.375 m, placed in a horizontal plane, spaced 0.375 m apart; each coil consisting of 220 turns of copper wire with a diameter of 1.2 mm; animals placed in 37 cm x 29 cm x 19 cm Makrolon type III cages; the parental generation was exposed in groups of 5-6 animals/cage before mating; after mating two females were exposed in one cage until birth and subsequently together with their pups; 21 days old pups were separated by gender and continued with exposure in groups of max. 9 animals
Scheinexposition Eine Scheinexposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo parental generation exposed from the age of 42 days on; first filial generation exposed in uterus and 220 days postnatal
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 15 µT Effektivwert gemessen - -

Referenzartikel

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Magnetfeld-Exposition hatte keine signifikanten Wirkungen auf das Körpergewicht der Muttertiere, die Wurfgröße oder das Geburtsgewicht der Nachkommen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein sinusförmiges Magnetfeld von 15 µT und 50 Hz statistisch signifikante Wirkungen auf das Wachstum der Nachkommen induzierte. Die Magnetfeld-Exposition war mit einem merklichen Anstieg der maximalen Wachstumsrate bei den exponierten Tieren während der Phase der Wachstums-Beschleunigung nach der Entwöhnung (2. Phase) verbunden .
Zusätzlich war die Wachstumsstabilisierungsphase (3. Phase) bei den exponierten Männchen kürzer als bei den Kontroll-Tieren. Darüber hinaus wurden statistisch signifikante Unterschiede (Verminderungen) zwischen den durchschnittlichen Körpergewichten der exponierten Männchen und Kontroll-Männchen (F1) bei den Tagen 49-123 gefunden.
Die Exposition bei dem Magnetfeld könnte mit der stimulierten Wachstumsrate assoziiert werden, die während der merklich verkürzten zweiten und dritten Wachstumsphase beobachtet wurde (die diese Tiere im Vergleich zu den Konrolle leichter verließen ) und mit einer möglichen Beschleunigung des Alterns. Beide Prozesse könnten verantwortlich dafür sein, dass die stationäre Phase in einem früheren Alter erreicht wurde, speziell bei den Männchen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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