Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

The effects of pulsed and sinusoidal electromagnetic fields on E-cadherin and type IV collagen in gingiva: a histopathological and immunohistochemical study. med./bio.

[Die Wirkungen von gepulsten und sinusförmigen elektromagnetischen Feldern auf E-Cadherin und Typ IV-Kollagen im Zahnfleisch: eine histopathologische und immunhistochemische Untersuchung].

Veröffentlicht in: Adv Clin Exp Med 2013; 22 (2): 245-252

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die möglicherweise vorteilhaften Wirkungen von extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern auf das Zahnfleisch von Ratten untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Das Epithel des Zahnfleischs spielt eine wichtige Rolle bei der Immun-Überwachung des Zahn- und Wurzel-Gewebes. Außerdem bildet das Epithel eine mechanische Barriere. Hierbei spielen die Proteine Kollagen und Cadherin (Transmembran-Protein, bildet adhärente Verbindungen, um Zellen innerhalb von Geweben zusammenzuhalten) eine große Rolle. Teilweise werden elektromagnetische oder magnetische Felder als Behandlungsmethode gegen Erkrankungen des Zahnhalteapparates eingesetzt, jedoch ist die Wirkung auf gesundes Zahnfleisch bisher nicht bekannt.
Drei Gruppen an Ratten wurden untersucht (n=9 pro Gruppe): Kontrollgruppe, 2.) Exposition bei einem sinusförmigen Magnetfeld und 3.) Exposition bei einem gepulsten Magnetfeld (PEMF).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 6 Stunden/Tag, 5 Tage/Woche für 28 Tage
Exposition 2: 50 Hz
Expositionsdauer: 6 Stunden/Tag, 5 Tage/Woche für 28 Tage

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 6 Stunden/Tag, 5 Tage/Woche für 28 Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer rats freely moving in a methacrylate cage inside the coils
Aufbau two pairs of Helmholtz coils (70 cm in diameter) in a Faraday cage (130 x 65 x 80 cm); magnet was constructed by winding 125 turns of insulated soft copper wire with a diameter of 1.5 mm; coils were vertically placed facing one another; distance between coils: 47 cm
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1,5 mT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
Expositionsdauer 6 Stunden/Tag, 5 Tage/Woche für 28 Tage
Zusatzinfo pulse time: 25 µs
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1,5 mT - gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

In beiden exponierten Gruppen waren im Vergleich zur Kontrollgruppe die Anzahl der Lymphozyten und die Proliferation der Epithel-Zellen signifikant erhöht und die Reteleisten (Verdickungen der Epidermis, die die Verbindungsstelle zwischen Epidermis und Dermis darstellen) signifikant verlängert. Außerdem wurde in den exponierten Gruppen im Epithel und in der Basalzellen-Schicht ein höherer Gehalt an E-Cadherin festgestellt, während beim Kollagen-Typ IV nur in der Basalzellen-Schicht eine erhöhte Expression festgestellt wurde.
Die Autoren schlussfolgern, dass extrem niederfrequente Magnetfelder eventuell bei Zahnfleisch-Erkrankungen eingesetzt werden könnten, die in Zusammenhang mit einer Beschädigung der Epithel-Barriere stehen.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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