Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Occupational exposure to extremely low frequency magnetic fields and brain tumour risks in the INTEROCC study. epidem.

[Berufliche Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und das Risiko für Hirn-Tumoren in der INTEROCC-Studie].

Veröffentlicht in: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2014; 23 (9): 1863-1872

Ziel der Studie (lt. Autor)

Der Zusammenhang zwischen einer beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für Hirn-Tumor wurde in einer internationalen Fall-Kontroll-Studie (INTEROCC-Studie) untersucht.

Weitere Details

Sieben der insgesamt 13 an der INTERPHONE-Studie teilnehmenden Länder führten gemeinsam die INTEROCC-Studie zu möglichen beruflichen Risikofaktoren für Gliom und Meningiom durch.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 kumulierte Exposition: < 2,11 µT-Jahre
Gruppe 2 kumulierte Exposition: 2,11 - 3,40 µT-Jahre
Gruppe 3 kumulierte Exposition: 3,40 - < 5,00 µT-Jahre
Gruppe 4 kumulierte Exposition: 5,00 - < 7,50 µT-Jahre
Gruppe 5 kumulierte Exposition: ≥ 7,50 µT-Jahre
Referenzgruppe 6 mittlere Exposition: < 0,11 µT
Gruppe 7 mittlere Exposition: 0,11 - < 0,13 µT
Gruppe 8 mittlere Exposition: 0,13 - < 0,17 µT
Gruppe 9 mittlere Exposition: 0,17 - < 0,24 µT
Gruppe 10 mittlere Exposition: ≥ 0,24 µT
Referenzgruppe 11 maximal exponierter Beruf: < 0,13 µT
Gruppe 12 maximal exponierter Beruf: 0,13 - < 0,17 µT
Gruppe 13 maximal exponierter Beruf: 0,17 - < 0,23 µT
Gruppe 14 maximal exponierter Beruf: 0,23 - < 0,62 µT
Gruppe 15 maximal exponierter Beruf: ≥ 0,62 µT
Referenzgruppe 16 Expositionsdauer: < 5 Jahre
Gruppe 17 Expositionsdauer: 5 - < 15 Jahre
Gruppe 18 Expositionsdauer: 15 - < 25 Jahre
Gruppe 19 Expositionsdauer: ≥ 25 Jahre

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Anzahl geeignet 5.399 11.112
Teilnehmerzahl 3.978 5.601
Anzahl auswertbar 3.761 5.404
Sonstiges:

1939 Patienten mit Gliom und 1822 Patienten mit Meningiom

Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Es wurde kein Zusammenhang zwischen der über die Lebenszeit kumulierten Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für Gliom und Meningiom beobachtet. Jedoch wurden ein Zusammenhang zwischen der kumulativen Exposition für den Zeitraum 1 bis 4 Jahre vor dem Diagnose-Datum und Gliom gefunden (OR ≥ 90. Perzentil vs. < 25. Perzentil: 1,67; KI 1,36-2,07) und ein statistisch nicht signifikanter Zusammenhang mit Meningiom beobachtet (OR 1,23; KI 0,97-1,57).
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Ergebnisse einen Zusammenhang zwischen der beruflichen Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern in jüngster Vergangenheit und Gliom aufzeigen. Die berufliche Exposition bei niederfrequenten Magnetfeldern könnte eine Rolle in den späteren Stadien (Promotion und Progression) der Hirntumor-Entstehung spielen.

Studie gefördert durch

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