Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Neuroprotective Effect of Low Frequency-Pulsed Electromagnetic Fields in Ischemic Stroke. med./bio.

[Neuroprotektive Wirkung von niederfrequent gepulsten elektromagnetischen Feldern bei ischämischen Schlaganfall].

Veröffentlicht in: Appl Biochem Biotechnol 2017; 181 (4): 1360-1371

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die neuroprotektiven Wirkungen und Wirkungsmechanismen einer Exposition von Mäusen bei einem gepulsten 60 Hz-Magnetfeld nach einem ischämischen Schlaganfall untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Ischämische Schlaganfälle wurden experimentell bei männlichen Mäusen hervorgerufen. Nach dem Schlaganfall wurden die Mäuse in 2 Gruppen eingeteilt (jeweils n=18): 1) Exposition bei dem Magnetfeld und 2) Schein-Exposition. Mäuse beider Gruppen wurden nach 1, 3 und 14 Tagen Exposition getötet (Anmerkung EMF-Portal: die jeweiligen Anzahlen wurden nicht genannt).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 60 Hz
Expositionsdauer: intermittierend für 6 Stunden/Tag für bis zu 14 Tage

Allgemeine Informationen

exposure started within 30-40 min after experimentally induced stroke

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 60 Hz
Typ
Signalform
Expositionsdauer intermittierend für 6 Stunden/Tag für bis zu 14 Tage
Zusatzinfo no details on pulse modulation
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • nicht spezifiziert
Aufbau mice could move freely during exposure
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 10 mT - berechnet - -

Referenzartikel

  • Cho H et al. (2012): Neural stimulation on human bone marrow-derived mesenchymal stem cells by extremely low frequency electromagnetic fields.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Exponierte Mäuse zeigten signifikant längere Zeiten im Rotarod-Test im Vergleich zu schein-exponierten Mäusen, was auf eine verbesserte Motorik hinwies.
Frühere Studien gaben Hinweise darauf, dass BDNF und Proteinkinase C eine zentrale Rolle bei der Neuroprotektion spielen, was in dieser Studie durch eine signifikant erhöhte Expression von BDNF, TrkB und phosphorylierter Proteinkinase B bei exponierten Mäusen im Vergleich zu schein-exponierten Mäusen nach 3 und 14 Tagen bestätigt wurde. Dies führte weiter zu einer signifikanten Abnahme der Genexpression und Proteinexpression von pro-apoptotischem Bad, Bax, Caspase 3 und einer signifikanten Zunahme der Expression des anti-apoptotischen Bcl-xL in der Expositions-Gruppe im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe.
Zudem war die Proteinexpression der Entzündungs-Mediatoren MMP9 und IL-1ß bei exponierten Mäusen im Vergleich zu schein-exponierten Mäusen nach 3 und 14 Tagen Exposition signifikant verringert.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition von Mäusen bei einem gepulsten 60 Hz-Magnetfeld eine neuroprotektive Wirkung nach einem ischämischen Schlaganfall haben könnte, indem Entzündungen und Apoptose unterdrückt werden. Sie vermuten, dass niederfrequente gepulste elektromagnetische Felder nützlich bei der Behandlung nach einem ischämischen Schlaganfall sein könnten.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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