Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Genotoxic and cytotoxic effects of 50 Hz 1 mT electromagnetic field on larval rainbow trout (Oncorhynchus mykiss), Baltic clam (Limecola balthica) and common ragworm (Hediste diversicolor). med./bio.

[Genotoxische und cytotoxische Wirkungen eines 50 Hz-1 mT elektromagnetischen Feldes auf die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss), Baltische Plattmuschel (Limecola balthica) und den Schillernde Seeringelwurm (Hediste diversicolor)].

Veröffentlicht in: Aquat Toxicol 2019; 208: 109-117

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten genotoxische und cytotoxische Wirkungen einer Exposition von Regenbogenforellen-Larven, Baltischen Plattmuscheln und Schillernden Seeringelwürmern bei einem 50 Hz-Magnetfeld untersucht werden, wie es typischerweise von Unterwasserkabeln emittiert wird.

Hintergrund/weitere Details

Jeweils 1500 Regenbogenforelle-Eier (Oncorhynchus mykiss), 25 Baltische Plattmuscheln (Limecola balthica) und 30 Schillernde Seeringelwürmer (Hediste diversicolor) wurden in ein Aquarium zur Exposition und ein Aquarium ohne Exposition als Kontrollgruppe gegeben. Die Eier/Larven der Regenbogenforelle wurden für 40 Tage, die Invertebraten für jeweils 12 Tage exponiert. Es wurden jeweils 20 Individuen jeder Spezies nach der Exposition untersucht.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 12 Tage (Invertebraten) oder 40 Tage (Fischlarven)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 12 Tage (Invertebraten) oder 40 Tage (Fischlarven)
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau das Aquarium befand sich in der Mitte des Generators und das Feld war nahezu über das gesamte Aquariumvolumen homogen; die Temperatur wurde konstant bei 9,6°C gehalten und ein künstlicher Tag/Nacht-Zyklus von 12 h/12 h wurde eingehalten
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Mittelwert gemessen - ± 0.05 mT

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Bei exponierten Larven der Regenbogenforelle wurde im Vergleich zu Tieren aus der Kontrollgruppe eine signifikante Zunahme bei der Bildung von Mikrokernen, Kernknospen und 8-förmigen Kernen in Erythrozyten beobachtet.
Beim Schillernden Seeringelwurm wurde bei exponierten Individuen im Vergleich zu Tieren aus der Kontrollgruppe eine signifikante Zunahme bei der Bildung von Mikrokernen und Kernknospen in Coelomozyten beobachtet.
Die meisten Veränderungen wurden bei Kiemenzellen von exponierten Baltischen Plattmuscheln im Vergleich zu Kontroll-Tieren gefunden: signifikante Zunahmen der Bildung von Kernknospen, Kernknospen auf Filament-Zellen und Zellen mit blasigen Kernen als genotoxische Endpunkte und signifikante Zunahmen an 8-förmigen Kernen, apoptotischen und binukleären Zellen als zytotoxische Endpunkte.
Es wurden keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf Überlebensrate und Verhalten zwischen exponierten und Kontrolltieren aller Arten beschrieben.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine Exposition bei einem 50 Hz-Magnetfeld genotoxische und zytotoxische Wirkungen bei Larven der Regenbogenforelle, Baltischen Plattmuscheln und Schillernden Seeringelwürmern hervorrufen könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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