Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Electromagnetic Fields Modify Redox Balance in the Rat Gastrointestinal Tract. med./bio.

[Elektromagnetische Felder verändern das Redox-Gleichgewicht im Magen-Darm-Trakt der Ratte].

Veröffentlicht in: Front Public Health 2021; 9: 710484

Ziel der Studie (lt. Autor)

Das Ziel der Studie war es, den Einfluss elektromagnetischer Felder auf das prooxidative und antioxidative Gleichgewicht in Homogenaten der Zunge, der Speicheldrüsen, der Speiseröhre, des Magens sowie des Dünn- und Dickdarms von Ratten abzuschätzen.

Hintergrund/weitere Details

40 Ratten wurden nach dem Zufallsprinzip in vier Gruppen aufgeteilt: 1) Kontrollgruppe, 2) Gruppe, die bei extrem niederfrequenten elektrischen Feldern (50 Hz) exponiert wurde, 3) Gruppe, die bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen (900 MHz) exponiert wurde, und 4) Gruppe, die gleichzeitig bei 50 Hz und 900 MHz ko-exponiert wurde.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 22 h pro Tag für 28 aufeinanderfolgende Tage
Exposition 2: 900 MHz
Expositionsdauer: alle 30 Minuten wurde eine einzelne Verbindung von 15 Sekunden Dauer hergestellt (16 Verbindungen pro Tag an 28 aufeinanderfolgenden Tagen)

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 22 h pro Tag für 28 aufeinanderfolgende Tage
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
  • Elektrode
  • Kunststoff-Käfige mit 10 sich frei bewegenden Ratten wurden zwischen zwei Elektroden (Abstand von 50 cm) zueinander aufgestellt
Aufbau eine Elektrode erhielt ein Potential von 5 kV von einem Hochspannungsgenerator; der Käfig wurde auf die Erdungselektrode gestellt
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
elektrische Feldstärke 10 kV/m - - - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 900 MHz
Typ
Expositionsdauer alle 30 Minuten wurde eine einzelne Verbindung von 15 Sekunden Dauer hergestellt (16 Verbindungen pro Tag an 28 aufeinanderfolgenden Tagen)
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau das Mobiltelefon wurde unter den Käfig gelegt; der Käfig wurde auf die Erdungselektrode gestellt
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
Leistungsflussdichte 85,3 µW/m² Mittelwert - - während der Initialisierung der Verbindung
Leistungsflussdichte 17 µW/m² Mittelwert - - während der Verbindung

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Bei Ratten, die bei extrem niederfrequenten elektrischen Feldern exponiert wurden, wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe höhere Konzentrationen der Marker für prooxidative Prozesse (Malondialdehyd oder totaler oxidativer Status) in den Homogenaten der Speicheldrüsen, der Speiseröhre und des Dünndarms beobachtet. Zusätzlich wurde eine höhere Enzymaktivität der Cu,Zn-Superoxid-Dismutase in Homogenaten der Zunge, der Speicheldrüsen und der Speiseröhre sowie eine verminderte Enzymaktivität der Katalase in Homogenaten der Zunge, der Speiseröhre und des Dünndarms gefunden.
Bei Tieren, die bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern exponiert wurden, war die Konzentration des totalen oxidativen Status im Dickdarm höher als bei Kontroll-Ratten. Zusätzlich wurde eine verminderte Enzymaktivität von Cu,Zn-Superoxid-Dismutasen in Homogenaten der Speicheldrüsen, des Magens, des Dünn- und Dickdarms sowie von Katalase in Homogenaten der Zunge, der Speiseröhre, des Magens und des Dünn- und Dickdarms gefunden.
Bei Ratten, die gleichzeitig bei extrem niederfrequenten elektrischen Feldern und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern ko-exponiert wurden, wurde im Vergleich zur Kontrollgruppe eine verringerte Enzymaktivität von Katalase in Homogenaten der Zunge, der Speiseröhre, des Magens und des Dünn- und Dickdarms gefunden.
Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass eine 4-wöchige Exposition bei elektrischen niederfrequenten und hochfrequenten Feldern das Redox-Gleichgewicht in den untersuchten Geweben beeinflusste.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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