Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Study on potential effects of "902-MHz GSM-type Wireless Communication Signals" on DMBA-induced mammary tumours in Sprague-Dawley rats. med./bio.

[Untersuchung der möglichen Wirkungen durch "902-MHz GSM-typische Signale der drahtlosen Kommunikation" auf DMBA-induzierte Mammatumoren bei Sprague-Dawley-Ratten].

Veröffentlicht in: Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen 2008; 649 (1-2): 34-44

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie sollte untersucht werden, ob die langzeitige Exposition bei 902 MHz, GSM-ähnlich modulierten elektromagnetischen Feldern DMBA-induzierte Mammatumoren bei weiblichen Ratten beeinflusst.

Hintergrund/weitere Details

500 weibliche Ratten wurde jeweils eine Einzeldosis DMBA (17 mg pro kg Körpergewicht) im Alter von 46-48 Tagen oral verabreicht, um Mammatumoren zu induzieren. Drei Gruppen zu je 100 Tieren wurden am Tag darauf bei drei verschiedenen spezifischen Absorptionsraten von 0,4 (Niedrigdosis-Gruppe), 1,3 (Mitteldosis-Gruppe) oder 4,0 W/kg (Hochdosis-Gruppe) über sechs Monate hinweg exponiert. Schein-Exposition und Käfigkontrolle wurden ebenfalls durchgeführt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 902 MHz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: täglich wiederholte Exposition, 4 h/Tag, 5 Tage/Woche, für 6 Monate

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 902 MHz
Typ
Charakteristik
  • gerichtetes Feld
Expositionsdauer täglich wiederholte Exposition, 4 h/Tag, 5 Tage/Woche, für 6 Monate
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 0,57 ms
Tastgrad 12,5 %
Folgefrequenz 217 Hz
Zusatzinfo

GSM signal structure without the 26th slot being idle

Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer The exposure system [Kainz et al., 2006] consisted of 12 wheels, i.e., 3 per dose group. Each wheel consisted of a circular cascade of 17 sectored waveguides excited by one central quarter-loop antenna.
Aufbau Animals were restrained in a horizontal position in polycarbonate tubes (230 mm long, inner diameter max. 63 mm, tapering to 22 mm at the cone-shaped apex), identical to those used in inhalation studies, but without any metal.
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo The setup provided uniform SAR distribution and equal exposure for all animals in the same group. The position of each rat in the wheel was changed daily in a cyclic manner.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 0,4 W/kg Mittelwert über Zeit gemessen Ganzkörper -
SAR 1,3 W/kg Mittelwert über Zeit gemessen Ganzkörper -
SAR 4 W/kg Mittelwert über Zeit gemessen Ganzkörper -

Referenzartikel

  • Kainz W et al. (2006): Development of novel whole-body exposure setups for rats providing high efficiency, National Toxicology Program (NTP) compatibility and well-characterized exposure.
  • Kuster N et al. (2006): Methodology of detailed dosimetry and treatment of uncertainty and variations for in vivo studies.
  • Ebert S et al. (2005): Response, thermal regulatory threshold and thermal breakdown threshold of restrained RF-exposed mice at 905 MHz.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchtes Organsystem:
Untersuchungszeitpunkt:
  • vor der Befeldung
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Bei allen Hochfrequenz-Expositions-Gruppen wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten signifikant mehr tastbare Brustdrüsen-Tumor-Massen im Vergleich zur Schein-Exposition festgestellt. In der Niedrig- und Hochdosis-Gruppe wiesen statistisch signifikant mehr Tiere maligne Neoplasmen auf. Außerdem wurde in der Niedrigdosis-Gruppe die höchste Anzahl an Adenokarzinomen beobachtet. Die Anzahl benigner Neoplasmen war bei allen Hochfrequenz-Expositions-Gruppen statistisch signifikant niedriger.
Die Käfigkontrolle zeigte im Vergleich zur Schein-Exposition statistisch signifikant mehr tastbare Tumor-Massen, mehr benigne und auch mehr maligne Neoplasmen. Unter allen Gruppen war für die Käfigkontrolle bei den meisten Untersuchungen die höchste Inzidenz und Malignität der Neoplasmen feststellbar.
Zusammenfassend können die beobachteten Unterschiede zwischen den Gruppen nicht als ausreichenden Beweis einer Wirkung der Hochfrequenz-Exposition auf dieTumorpromotion oder Tumorprogression von Mammatumoren erachtet werden.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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