Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Radiofrequency electromagnetic fields; male infertility and sex ratio of offspring. epidem.

[Hochfrequente elektromagnetische Felder, männliche Infertilität und Geschlechterverhältnis der Nachkommen].

Veröffentlicht in: Eur J Epidemiol 2008; 23 (5): 369-377

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen der beruflichen Exposition bei elektromagnetischen Feldern von Männern in der Marine und der Infertilität sowie dem Geschlechterverhältnis der Nachkommen in einer Querschnittsstudie in Norwegen untersucht.

Weitere Details

Es wurden sechs verschiedene Expositionen mit möglichen Wirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit untersucht, drei davon in Bezug auf elektromagnetische Felder. Infertilität wurde mit Hilfe der Frage bestimmt, ob der Mann und seine Partnerin jemals länger als ein Jahr ohne Erfolg versucht haben, schwanger zu werden.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Tätigkeit näher als 10 m an hochfrequenten Antennen-Anlagen: niemals
Gruppe 2 Tätigkeit näher als 10 m an hochfrequenten Antennen-Anlagen: selten
Gruppe 3 Tätigkeit näher als 10 m an hochfrequenten Antennen-Anlagen: manchmal
Gruppe 4 Tätigkeit näher als 10 m an hochfrequenten Antennen-Anlagen: oft
Gruppe 5 Tätigkeit näher als 10 m an hochfrequenten Antennen-Anlagen: sehr oft
Referenzgruppe 6 Tätigkeit näher als 3 m an Kommunikations-Geräten: niemals
Gruppe 7 Tätigkeit näher als 3 m an Kommunikations-Geräten: selten
Gruppe 8 Tätigkeit näher als 3 m an Kommunikations-Geräten: manchmal
Gruppe 9 Tätigkeit näher als 3 m an Kommunikations-Geräten: oft
Gruppe 10 Tätigkeit näher als 3 m an Kommunikations-Geräten: sehr oft
Referenzgruppe 11 Tätigkeit näher als 5 m am Radar: niemals
Gruppe 12 Tätigkeit näher als 5 m am Radar: selten
Gruppe 13 Tätigkeit näher als 5 m am Radar: manchmal
Gruppe 14 Tätigkeit näher als 5 m am Radar: oft
Gruppe 15 Tätigkeit näher als 5 m am Radar: sehr oft

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 17.756
Teilnehmerzahl 11.216
Teilnehmerrate 62 %
Anzahl auswertbar 10.497
Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

22 % der Teilnehmer berichteten einen Arbeitsabstand von weniger als 10 m zu hochfrequenten Antennen-Anlagen zu einem hohen bis sehr hohen Grad, 19 % arbeiteten näher als 3 m von Kommunikations-Geräten entfernt und 21 % näher als 5 m von Radar entfernt. Das Risiko für Infertilität war bei Männern signifikant erhöht, die einen Arbeitsabstand von weniger als 10 m von hochfrequenten Antennen-Anlagen oft bis sehr oft berichteten (OR 1,86; CI 1,46-2,37). In allen Altersgruppen wurden signifikante lineare Trends von höherer Prävalenz ungewollter Kinderlosigkeit mit höherer selbstberichteter Exposition bei hochfrequenten Feldern beobachtet. Allerdings bestand kein Zusammenhang zwischen der Kinderzahl und Exposition bei hochfrequenten Feldern. Das Geschlechterverhältnis der Nachkommen wies einen signifikanten linearen Trend mit einem niedrigeren Verhältnis von Jungen zu Mädchen bei der Geburt auf, wenn der Vater einen höheren Grad an Exposition bei hochfrequenten Antennen-Anlagen und Kommunikations-Geräten berichtete.

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