Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Effects of cell phone use on semen parameters: results from the MARHCS cohort study in Chongqing, China. epidem.

[Wirkungen der Mobiltelefon-Nutzung auf Spermien-Parameter: Ergebnisse der MARHCS-Kohortenstudie in Chongqing, China].

Veröffentlicht in: Environ Int 2016; 91: 116-121

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer in China durchgeführten Kohortenstudie wurden die Wirkungen der Mobiltelefon-Nutzung auf die Spermien-Qualität bei Studenten untersucht.

Weitere Details

Die Spermien-Qualität wurde für jeden Teilnehmer in den Jahren 2013, 2014 und 2015 nach WHO-Kriterien (Volumen, Konzentration, Gesamtzahl und Motilität) beurteilt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung:

Exposition

Abschätzung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 872
Anzahl geeignet 794
Sonstiges:

Follow-Up: 666 Studenten in 2014 und 568 Studenten in 2015

Statistische Analysemethode: ( Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Die tägliche Einschaltdauer des Mobiltelefons betrug 12,5 Stunden in allen drei Jahren. Der Median der täglichen Anrufzeit lag bei 30 Minuten im Jahr 2013, 18 Minuten im Jahr 2014 und 6 Minuten im Jahr 2015. Die tägliche Internet-Nutzungsdauer betrug 1,5 Stunden im Jahr 2013, während der monatliche Datenverkehr über mobile Netze 2014 0,2 GB und 2015 0,5 GB betrug.
Nach Korrektur für mögliche Confounder wurden für die Internet-Nutzung 2013 eine signifikant verminderte Konzentration und Gesamtzahl der Spermien und 2015 ein erniedrigtes Sperma-Volumen beobachtet. Für alle drei Jahre gemeinsam hing die tägliche Anrufzeit mit einem Mobiltelefon signifikant mit einer verminderten Gesamtzahl an Spermien zusammen. Es wurde kein Zusammenhang zwischen der Mobiltelefon-und Internet-Nutzung und der Spermien-Motilität beobachtet.
Die Autoren schlussfolgerten, dass sich bestimmte Aspekte der Mobiltelefon-Nutzung negativ auf die Spermien-Qualität bei Männern durch Abnahme des Sperma-Volumens, der Konzentration und der Gesamtzahl an Spermien auswirken könnten.

Studie gefördert durch

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