Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

50-Hz magnetic field induces EGF-receptor clustering and activates RAS. med./bio.

[50 Hz-Magnetfeld induziert EGF-Rezeptor-Clustering und aktiviert RAS].

Veröffentlicht in: Int J Radiat Biol 2008; 84 (5): 413-420

Ziel der Studie (lt. Autor)

In dieser Studie sollten die Wirkungen der Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern auf das Clustering von epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptoren (EGFR) und die Aktivierung des Ras-Proteins untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Zellen, die mit 100 ng/ml epidermalen Wachstumsfaktor (EGF) behandelt wurden, stellten die Positivkontrollen dar. Das untersuchte Ras-Protein ist ein Proto-Onkogen, das in der Signaltransduktion eine zentrale Rolle spielt.
Die Experimente wurden mindestens dreimal wiederholt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 5 min, 15 min oder 30 min
Exposition 2: 30–90 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 15 min oder 30 min
Exposition 3: 30–90 Hz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 15 min oder 30 min

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 5 min, 15 min oder 30 min
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 3 groups of square copper coils (36 cm x 36 cm) with 168, 60, 168 turns (upper, middle, lower coils), connected in series and spaced 8 cm apart, placed in an iron metal container; culture dishes placed inside the coil system
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,4 mT - gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 30–90 Hz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich für 15 min oder 30 min
Zusatzinfo white noise
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 3 groups of square copper coils (36 cm x 36 cm) double-wrapped with two lines of copper wire, placed in an iron metal container; culture dishes placed inside the coil system
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,4 mT Mittelwert gemessen - -

Exposition 3

Hauptcharakteristika
Frequenz 30–90 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer kontinuierlich für 15 min oder 30 min
Zusatzinfo 30 Hz - 90 Hz white noise + 50 Hz sinusoidal
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 3 groups of square copper coils (36 cm x 36 cm) double-wrapped with two lines of copper wire, placed in an iron metal container; culture dishes placed inside the coil system
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 0,4 mT - gemessen - -

Referenzartikel

  • Zeng Q et al. (2006): Noise magnetic fields abolish the gap junction intercellular communication suppression induced by 50 Hz magnetic fields.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Exposition bei dem 50 Hz-Magnetfeld alleine über 5 Minuten verursachte einen leichten Anstieg des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-Clusterings. Die Exposition über 15 Minuten dahingegen steigerte das Rezeptor-Clustering signifikant. Das Ras-Protein wurde unter alleiniger 50 Hz-Magnetfeld-Exposition ebenfalls aktiviert.
Die Exposition bei der alleinigen Rausch-Magnetfeld-Exposition bei gleicher Stärke und Dauer zeigte keinen signifikanten Effekt auf das EGF-Rezeptor-Clustering und das Ras-Protein. Allerdings hemmte die Überlagerung mit dem Rausch-Magnetfeld das durch die 50 Hz-Magnetfeld-Exposition induzierte EGF-Rezeptor-Clustering und die Aktivierung des Ras-Proteins.
Diese Daten legen nahe, dass bei dem Wechselspiel zwischen extrem niederfrequenten Magnetfeldern und der Zelle Membranrezeptoren die Zielstruktur darstellen könnten. Außerdem könnte Ras an dem Prozess der Signaltransduktion von 50 Hz-Magnetfeldern teilhaben. Zusätzlich könnte ein Rausch-Magnetfeld diese Wirkungen vermindern.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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