Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Maternal occupational exposure to extremely low frequency magnetic fields and the risk of brain cancer in the offspring. epidem.

[Berufliche Exposition der Mutter bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und das Risiko für Hirntumor bei den Nachkommen].

Veröffentlicht in: Cancer Causes Control 2009; 20 (6): 945-955

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es wurde der Zusammenhang zwischen beruflicher Exposition der Mutter bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für Hirntumor bei ihren Kindern in einer gepoolten Analyse zweier Fall-Kontroll-Studien in Kanada untersucht.

Weitere Details

Die Exposition wurde mit einer Job-Exposure-Matrix sowie durch die Ermittlung der individuellen Exposition basierend auf Berufsbezeichnung und Dauer der Exposition abgeschätzt.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Gruppe 1 Elektriker
Gruppe 2 Näherinnen
Gruppe 3 Büroangestellte
Gruppe 4 Berufstätige in der Nahrungsmittel- und Getränke-Herstellung
Gruppe 5 Berufstätige in der Rundfunk- und Unterhaltungsindustrie
Gruppe 6 Gesamt-Exposition in den 2 Jahren vor der Schwangerschaft: ≥ 214,8 µT-Tage
Gruppe 7 mittlere Exposition in den 2 Jahren vor der Schwangerschaft: ≥ 0,30 µT
Gruppe 8 maximale Exposition in den 2 Jahren vor der Schwangerschaft: ≥ 0,4 µT
Gruppe 9 Gesamt-Exposition während der Schwangerschaft: ≥ 73,6 µT-Tage
Gruppe 10 mittlere Exposition während der Schwangerschaft: ≥ 0,28 µT
Gruppe 11 maximale Exposition während der Schwangerschaft: ≥ 0,4 µT

Population

Fallgruppe

Kontrollgruppe

Studiengröße

Fälle Kontrollen
Teilnehmerzahl 760 548
Sonstiges:

239 Fälle mit Astroglia-Tumor, 145 Fälle mit primitivem neuroektodermalen Tumor und 81 Fälle mit andere Gliomen

Statistische Analysemethode: (Anpassung: )

Schlussfolgerung (lt. Autor)

Ein erhöhtes Risiko für alle Hirntumor-Arten wurde bei Kindern beobachtet, deren Mütter beruflich an einer Nähmaschine arbeiteten. Es wurde ein erhöhtes Risiko für Astroglia-Tumoren bei einer mittleren Exposition ≥ 0,30 µT vor der Empfängnis gefunden. Bei mittlerer Exposition bei einem Magnetfeld von ≥ 0,28 µT während der Schwangerschaft wurde ein erhöhtes Risiko für Astroglia-Tumoren sowie für alle Arten von kindlichen Hirntumoren beobachtet.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Ergebnisse auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der beruflichen Exposition der Mutter bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern und dem Risiko für Hirntumor bei ihren Kindern hindeuten.

Studie gefördert durch

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