Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Effects of a continuous electromagnetic field on wound healing in human airway. med./bio.

[Wirkungen eines kontinuierlichen elektromagnetischen Felds auf die Wundheilung in der menschlichen Luftröhre].

Veröffentlicht in: Laryngoscope 2015; 125 (7): 1588-1594

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Auswirkungen einer in vitro-Exposition von humanen bronchialen Epithel-Zellen bei einem 1,8 GHz elektromagnetischen Feld auf die Zellproliferation und Migration im Hinblick auf die Wundheilung untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Der Scratch-Assay ist ein einfacher Test zur Messung der Zell-Migration. Dabei wird auf einer dicht mit Zellen bewachsenen Oberfläche eine "Wunde" mittels einer Pipettenspitze geritzt. Anschließend migrieren Zellen vom Wundrand in die entstandene Öffnung, bis die Wunde geschlossen ist. Der Scratch-Assay wurde entweder bei einer kontinuierlichen Exposition bis 65 Stunden durchgeführt oder bei einer Exposition, welche nach 24 Stunden abgebrochen wurde.
Alle Experimente wurden mindestens zweimal wiederholt.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 1,8 GHz
Modulationsart: CW
Expositionsdauer: kontinuierlich bis zu 65 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 1,8 GHz
Typ
Expositionsdauer kontinuierlich bis zu 65 Stunden
Modulation
Modulationsart CW
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer cells were exposed in plates with wells
Aufbau six well plates were exposed simultaneously; cells were in close contact above antenna in H-field maximum; temperature, humidity and SAR were controlled during exposure; cells were maintained under a humidified atmosphere of 5% CO2 and 95% air at 37°C
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
SAR 1 W/kg - gemessen - -
Leistung 1 W - - - -

Referenzartikel

  • In SM et al. (2013): The effects of a 1.8 GHz continuous electromagnetic fields on mucociliary transport of human nasal mucosa.

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • während der Befeldung
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Weder die Zelllebensfähigkeit noch die Zellproliferation, Zellzyklus-Verteilung oder Apoptose waren signifikant verändert bei den exponierten Zellen im Vergleich zur Schein-Exposition.
Die Wundheilungsrate war in exponierten Zellen im Zeitraum von 6 bis 54 Stunden durchgehend signifikant verringert und schließlich benötigten die exponierten Zellen 65 Stunden zur vollständigen Wiederherstellung der Zell-Schicht im Vergleich zu 48 Stunden bei der Schein-Exposition. Im Ansatz mit nur 24-stündiger Exposition zeigte sich eine signifikant verringerte Heilungsrate im Zeitraum von 3 bis 48 Stunden im Vergleich zur Schein-Exposition. Hier benötigten die exponierten Zellen 55 Stunden für eine vollständige Heilung des Kratzers im Vergleich zu 48 Stunden der Schein-Exposition. Allerdings war die Wundheilungsrate der exponierten Zellen dieses Ansatzes im Zeitraum 36 bis 48 Stunden signifikant höher als die Wundheilungsrate der permanent exponierten Zellen.
Die Autoren schlussfolgern, dass eine in vitro-Exposition von humanen bronchialen Epithel-Zellen bei einem 1,8 GHz elektromagnetischen Feld das Wundheilungs-Potenzial in Zellkulturen durch eine gestörte Zell-Migration verringern könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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