Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Human Gingival Fibroblasts Exposed to Extremely Low-Frequency Electromagnetic Fields: In Vitro Model of Wound-Healing Improvement. med./bio.

[Menschliche Fibroblasten des Zahnfleischs, die bei extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feldern exponiert werden: In Vitro-Modell zur Verbesserung der Wundheilung].

Veröffentlicht in: Int J Mol Sci 2019; 20 (9)

Ziel der Studie (lt. Autor)

Es sollten die Wirkungen einer Exposition bei einem sinusförmigen 50 Hz- oder gepulsten Magnetfeld auf die orale Wundheilung in einem in vitro Modell mit menschlichen Fibroblasten des Zahnfleischs untersucht werden.

Hintergrund/weitere Details

Die Zellen wurden in die folgenden Gruppen eingeteilt: 1) Exposition bei dem sinusförmigen 50 Hz-Magnetfeld, 2) Exposition bei dem gepulsten Magnetfeld, 3) Schein-Exposition.
Um zu untersuchen, ob die Zellproliferation und/oder Migration während der Wundheilung durch die Exposition verändert wurde, wurden die Zellen mit und ohne Mitomycin C, einem DNA-Vernetzer und Inhibitor der Zellproliferation, getestet.

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 6 und 18 Stunden
Exposition 2: 12 Hz
Modulationsart: gepulst
Expositionsdauer: 6 und 18 Stunden

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Signalform
  • sinusoidal
Expositionsdauer 6 und 18 Stunden
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Kammer Zellinkubator mit 5% CO2 bei 37°C ± 0,3°C
Aufbau ein Solenoid mit 160 Windungen (22 cm Länge, 6 cm Radius, 1,25 x 10-5 cm Durchmesser des Kupferdrahts) wurde in den Inkubator gestellt; die Zellen wurden in der Mitte platziert
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Zusatzinfo zur Validierung wurden auch Zellen in einem weiteren Inkubator ohne EMF platziert, bei den gleichen Bedingungen wie die schein-exponierten Zellen; es wurden keine Unterschiede im Vergleich zu schein-exponierten Zellen gefunden
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Effektivwert gemessen - -

Exposition 2

Hauptcharakteristika
Frequenz 12 Hz
Typ
Signalform
Expositionsdauer 6 und 18 Stunden
Modulation
Modulationsart gepulst
Pulsbreite 1,3 ms
Folgefrequenz 12 Hz
Pulsart biphasisch
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT Effektivwert gemessen - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Exposition bei dem sinusförmigen Magnetfeld (Gruppe 1) führte im Vergleich zur Schein-Exposition zu einer signifikant erhöhten Zellproliferation und Migration. Die Expression aller untersuchten Gene war in den Expositions-Gruppen (Gruppen 1 und 2) im Vergleich zur Schein-Expositions-Gruppe signifikant verändert: Nach 6 Stunden Exposition zeigte die erhöhte Genexpression von IL-6, TGF-β und iNOS eine proliferative Phase der Wundheilung. Nach 18 Stunden Exposition wurde die erhöhte Expression von MMP-2, MCP-1 und HO-1 als Beschleunigung des Wundheilungsprozesses interpretiert.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Exposition bei einem sinusförmigen 50 Hz- oder gepulsten Magnetfeld ein potenzielles therapeutisches Instrument zur Wundheilung sein könnte.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

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